Die Butzbacher Zeitung schreibt über die Weidigschule Butzbach
Strand, surfen, südlichster Punkt Europas
Spanischkurs der Weidigschule mit Erasmus+ zu Gast in Tarifa
Butzbach – Der Spanischkurs der Jahrgangsstufe 11 der Weidigschule hat eine Reise an den südlichsten Punkt Europas unternommen. Im Nachfolgenden berichten die Schüler selbst über ihre Abenteuer: „In die Hauptstadt des Windes, Tarifa, dahin ging es für uns. Dieses Abenteuer ermöglichte uns das Erasmus+-Programm. Nach einem dreistündigen Flug mit Cockpitbesuch und einer grandiosen Aussicht u. a. auf die Pyrenäen, kamen wir in Mälaga an. Dort sprangen wir in den Bus, der uns nach Tarifa brachte. Von den Spaniern wurden wir herzlichst begrüßt. Das Wiedersehen feierten wir mit einem gemeinsamen Abendessen.
Glücklicherweise fiel unser Austausch auf die Feiertage zu Ehren der Virgen de la Luz, der Jungfrau des Lichts, die in Tarifa seit Jahrhunderten als Schutzpatronin gefeiert wird. Die Innenstadt war geschmückt und noch schöner die Kirche, die wir uns von innen anschauen durften. Zusammen mit hunderten Einheimischen machten wir uns auf den Weg zu einer acht Kilometer langen Wanderung. Das Ziel war eine in den Bergen gelegene Kirche, die Santuario de la Virgen, zu welcher die Statue der Jungfrau des Lichts am Ende der Feiertage mit dieser traditionellen Wanderung gebracht wurde.
Zurück in Tarifa machten wir einen Strandspaziergang und schauten den Windsurfern zu. Am Tag danach ging es für uns nach Großbritannien – was auch nur eine Stunde Busfahrt von uns entfernt lag: Wir besuchten Gibraltar. In Kleingruppen besichtigten wir die Stadt mit dem Hafen, der Stadtmitte und den Kirchen. Besonders spannend fanden wir den Mix der spanischen und der britischen Kultur dort. Die Affen, für die Gibraltar bekannt ist, konnten wir leider nicht sehen, da eine Wanderung aufden Berggipfel, wo die Affen sind, den zeitlichen Rahmen gesprengt hätte.
Am Abend in Tarifa haben wir uns den Sonnenuntergang am Strand angesehen. In der Dunkelheit waren die Lichter Marokkos zu erkennen. Am nächsten Tag ging es zu den Ausgrabungsstätten der antiken römischen Stadt Baelo Claudia, das berühmt war für die Verarbeitung von Fischen und die Herstellung der Würzsoße Garum, damals ähnlich bekannt wie heute Ketchup.
Unser zweites Ziel war die große Düne direkt neben Baelo Claudia. Oben angekommen schlossen wir unser in Deutschland angefangenes Proiekt ab.
Wir hatten Masken vorbereitet, mit denen wir viele Fotos aufnahmen. Der Ausblick vom höchsten Punkt der Düne auf das Mittelmeer wird uns für immer in Erinnerung bleiben. Nach dem Abstieg verbrachten wir noch gemeinsam Zeit am Strand, um mit der spanischen Gruppe zu picknicken und Fußball zu spielen. In Tarifa erhielten wir von unseren Austausch-
schülern eine Hafenführung, bevor wir Tapas zu Abend aßen. Den letzten Tag begannen wir mit einem gemeinsamen Churros-Essen in der Schule IES Baelo Claudia. Danach durften wir kurz in den Unterricht hinein-schnuppern. Auf den nächsten Programmpunkt freuten wir uns sehr: Wir gingen zusammen surfen. Obwohl wir danach alle erschöpft waren, war uns das Lächeln ins Gesicht geschrieben.
Nach einer kurzen Pause folgte direkt das nächste Highlight: Wir machten eine Schifffahrt, um Wale vor Tarifa zu beobachten. Nach kurzer Fahrt in Richtung Afrika tauchte vor uns ein Grindwal auf. Später stießen auch noch Delfine mit ihren Babys dazu. In der Schule erwartete uns eine Abschiedsfeier. Wir bekamen ein kleines Konzert und eine Flamenco-Tanzstunde. Mit einem Koffer voller Erinnerungen, mit neuen Freunden und mit einem großen Lächeln kamen wir wieder in Frankfurt an.
Diese Reise, die Erfahrungen und die eindrucksvollen Erlebnisse wären ohne das Erasmus+-Programm nicht möglich gewesen. Deswegen bedanken wir uns ganz herzlich bei den Organisatorinnen Frau Pregitzer und Frau Bourcarde dafür. Ein Dank geht auch an Frau Pettersson, die unser Backup war, mit DLRG-Rettungsschein und Surfschein.“
pm
Butzbacher Zeitung, 10.10.2026

Auf der großen Düne bei Baelo Claudia machen die Schüler ein Gruppenfoto – der Blick auf das Mittelmeer ist ein Höhepunkt gewesen.
TANIA PETTERSSON


