Die Butzbacher Zeitung schreibt über die Weidigschule Butzbach
Freude an Elektrochemie
Naturwissenschaftliche Talente forschen an TU Darmstadt — Weidigschülerin dabei
Butzbach/Darmstadt – Bei der Abschlussveranstaltung des 40. Erfinderlabors des Zentrums für Chemie (ZFC) haben Oberstufenschülerinnen und -schüler kürzlich unter Beweis gestellt, was in ihnen steckt, darunter Sarah Ludwig von der Weidigschule Butzbach. Souverän, selbstbewusst und mit einem beeindruckenden Gespür für das Wesentliche präsentierten sie die Ergebnisse ihrer einwöchigen Forschung an der TU Darmstadt im Atrium der Firma Merck vor 100 Gästen aus Schule, Wirtschaft und Wissenschaft.
Die 16 Teilnehmenden, acht Schülerinnen und acht Schüler aus 16 Schulen, hatten sich zuvor in einem anspruchsvollen Auswahlverfahren gegen 55 Mitbewerberinnen und 64 Mitbewerber mit exzellenten Schulleistungen aus 74 hessischen Schulen durchgesetzt. Sie haben Bestnoteri in allen Fächern und teilen eine ausgeprägte Leidenschaft für Mathematik, Ingenieurwesen, Naturwissenschaften und Technik. Im 40. Erfinderlabor konnten sie nicht nur dieser Begeisterung nachgehen, sondern erstmals Forschungsluft schnuppern.
Als Teilnehmerin des Erfinderlabors des ZFC hat sich Sarah Ludwig an der TU Darmstadt eine Woche in ihrer Arbeitsgruppe damit beschäftigt, Katalysatoren zu finden, die die Wasserstofferzeugung durch Elektrolyse möglichst effizient macht. Dafür hat die Gruppe mit elektrochemischen Messverfahren untersucht, ob Nickeloxid eine vielversprechende Option sein kann. „Besonders wird mir die super Gruppe im Gedächtnis bleiben, mit der ich an diesem Camp teilnehmen darf. Wir haben die Tage mit drei Doktoranden im Labor oder vor komplexen Tools verbracht und abends lange zusammengesessen, um die Experimente auch theoretisch nachvollziehen zu können“, so Sarah Ludwig. „Ich darf viel mitnehmen und bin sehr dankbar für den Einblick in die Forschung, den ich so bekommen konnte.“
Im Fokus der Teamarbeiten standen Hochleistungsmaterialien – Schlüsseltechnologien, die festlegen, wie effizient Energie erzeugt und gespeichert wird, wie langlebig technische Bauteile sind und wie nachhaltig moderne Anwendungen funktionieren. Fortschritte in diesem Bereich entscheiden darüber, wie zukunftsfähig Technologien in Industrie, Mobilität und Energiewirtschaft sind. Insbesondere ‚ für eine klimaneutrale Zukunft sind Hochleistungsmaterialien von herausragender Bedeutung.
Gemeinsam stellten Meike Jäger und Dr. Thomas Schneidermeier vom ZFC das Format „Erfinderlabor“ und die Mission des ZFC vor. Schneidermeier unterstrich die Bedeutung früher MINT-Förderung, um die Herausforderungen unserer Zeit zu bewältigen. Ziel des ZFC sei es, gesellschaftlich relevante Zukunftsthemen früh in die MINT-Fächer einzubinden, um junge Menschen durch MINT-Wissen zu einem Urteilsvermögen zu befähigen und ihnen Berufsperspektiven zu eröffnen.
Anhand einer Wahlkampfrede des US-amerikanischen Präsidenten machte Schneidermeier deutlich, wie wichtig fundiertes naturwissenschaftliches Wissen im Umgang mit komplexen Informationen sei „Angesichts von Fake News und komplexen Zukunftsfragen ist es entscheidend, eine MINT-Bewertungskompetenz zu fördern und eine fundierte naturwissenschaftliche Grundbildung zu stärken“, so der Vorstand des ZFC und Leiter des Schülerforschungszentrums Südhessen Bergstraße. „Die Fähigkeit, Informationer kritisch einzuordnen und Fake News zu erkennen, gehört zu den zentralen Bildungszielen des ZFC.“
PM
Butzbacher Zeitung, 19.02.2026

Im 40. Erfinderlabor des Zentrums für Chemie hat Weidigschülerin Sarah Ludwig gemeinsam mit 15 weiteren Schülern aus Hessen an Hochleistungsmaterialien geforscht.
PM


