Die Butzbacher Zeitung schreibt über die Weidigschule Butzbach

Weihnachtsbasar an der Weidigschule

Diese Woche Freitag ist es wieder so weit. Alle zwei Jahre veranstaltet die Weidigschule ihren Weihnachtsbasar, bei dem allerlei Gebasteltes und leckere Köstlichkeiten angeboten werden. Die 7c zum Beispiel verkauft Backmischungen, Kakaolöffel und Lesezeichen und die 7a veranstaltet eine Tombola, während sich die Oberstufe auf den Verkauf von Essen und Trinken spezialisiert hat.
Meine TG zum Beispiel bietet (zwar wenig weihnachtlich, aber lecker) Cocktails an, es gibt aber auch Waffeln, Crepes und einiges mehr. Für ein weiteres Highlight
des Weihnachtsbasars sorgen die Klassen der Jahrgangsstufe zehn; die immer ein ganz besonderes Projekt auf die Beine stellen müssen: die Betriebssimulation. Die Betriebssimulation ist ein Themenschwerpunkt des Fachs Politik und Wirtschaft (kurz PoWi) und die Klassen bilden einen eigenen Betrieb mit selbst hergestellten Produkten. Das sind mal Taschen, mal Lebensmittel, mal Schüsseln. Es gibt eigentlich keinerlei Einschränkungen.
Die Klassen entscheiden sich dann für ein Produkt (oft auch für mehrere) und wählen eine Betriebsleitung, die unter anderem aus dem/der Betriebsleiter/in, der Produktionsleitung und dem Kassenwart bestehen. Dann werden die Schüler einzelnen Arbeitsgruppen zugeordnet. Man kann auch tauschen, wenn man merkt, dass einem dieses Produktionsfeld doch nicht liegt, aber das wird dann mit der Personalabteilung abgesprochen.
Das klingt jetzt alles sehr ernst und unwitzig, ist aber eigentlich ein ziemlich cooles Rollenspiel. Produkte für den Weihnachtsbasar müssen ohnehin produziert werden und man kann durch Vorbestellungen noch einiges an Gewinn machen. Die Produkte sind außerdem qualitativer und besser durchdacht als die anderen Angebote des Weihnachtsbasars, weil die zehnten Klassen sich damit schon das gesamte Halbjahr beschäftigen. Es gibt eine große Vielfalt an Produkten. Eine Klasse verkauft Seife und Teemischungen, die andere Honig, wieder andere Handyhalterungen, Körbe aus Zeitungspapier und Kopfhörerhalter. Darüber hinaus gibt es noch Backmischungen, Dekoartikel aus Beton, Wachstücher und Grasköpfe. Die Firmennamen bestehen meist aus witzigen Wortspielen, die auf den Namen des PoWi-Lehrers anspielen. Zum Beispiel „Griesköpfe“ (Herr Gries) oder „KessExpress“ (Herr Kessler). Wenn das Produkt fertig ist, gehen einzelne Schüler der Klassen in den SV-Stunden in die anderen Klassen und TGs und bewerben so ihr Produkt. Dann werden Plakate mit den Preisen der Produkte aufgehängt und es gibt Werbedurchsagen während der Pausen. Anschließend werden nochmal alle Klassen und TGs besucht und Schüler können sich Produkte reservieren und einige Tage später kaufen. Auf dem Weihnachtsbasar haben dann auch die Eltern der Kinder nochmal Gelegenheit, die Produkte zu erwerben. Dieser ganze Ablauf muss gut gemanagt sein, denn auch auf Wettbewerbsfähigkeit sollte geachtet werden. Oft kommt es nämlich vor, dass zwei Klassen dasselbe oder ein ähnliches Produkt verkaufen. Dann müssen Preise oder Produktbesonderheiten gegebenenfalls nochmal angepasst werden. Beim Weihnachtsbasar könnt ihr sicherlich noch allerhand andere Kleinigkeiten entdecken, die sich bestimmt sehr gut als Weihnachtsgeschenke eignen. Der frühe Vogel fängt ja bekanntlich den Wurm! Kommt doch am 29. November ab 15.00 Uhr vorbei, auch wenn ihr vielleicht kein Weidigschüler (mehr) seid. Es lohnt sich!
Eure Lena

Butzbacher Zeitung, 27.11.2019