Die Butzbacher Zeitung schreibt über die Weidigschule Butzbach

Weidigschule war am Freitag eine vorweihnachtliche Wunderwelt

Mit Erlösen des Weihnachtsbasars werden Patenkinder in Nepal und Schule in Togo unterstützt

BUTZBACH. Ausnahmsweise füllten sich die Räume der Weidigschule am Freitag nicht nur mit Schüler/innen. Für den Weihnachtsbasar gehen auch Eltern, Großeltern oder Freunde und Bekannte gerne wieder in die Schule (oberes Foto). – Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 5 sammelten eifrig Spenden für die Patenschule in Nepal. Wie hier Emma und Katharina bei dem großzügigen Spender Simon Neidhardt (links unten). – Noch vor dem ersten
Advent öffnete sich das erste Lesetürchen des 1. Butzbacher Vorlesetürchen und gab somit die Premiere. Im Rahmen von „Butzbach bewegt“ werden bis zum 24. Dezember in ganz Butzbach verteilt insgesamt 24 Lesungen gehalten. Ganz gespannt warteten Elke Ludwig, Martin Guth sowie Schulleiterin Annette Pfannmüller und Bibiliotheksleiterin Kirsten Stellberger auf ihr Publikum. Text + Fotos: amb

BUTZBACH (Müh). Weihnachtsbasar an der Weidigschule — und es ist mucksmäuschenstill. Man könnte eine Stecknadel fallen hören. Unglaublich, aber wahr. In all dem bunten Trubel und lärmigen Treiben gab es am Freitag tatsächlich eine Oase der Stille. Um 16.30 Uhr fand in der Bibliothek der Weidigschule der Prolog des 1. Butzbacher Vorlesekalenders statt. Das Organisatoren-Duo Elke Ludwig und Martin Guth freute sich über eine vollbesetzte Bibliothek anlässlich dieser Weltpremiere. überwiegend erwachsene Gäste hatten den Weg dorthin gefunden und erfreuten sich an doppeltem Genuss. Zum einen an der Ruhe und zum anderen natürlich an den weihnachtlichen Geschichten, die Bibliotheksleiterin Kirsten Stellberger und Schulleiterin Annette Pfannmüller vorlasen.
Wer es lebhafter mochte, war in der restlichen Schule gut aufgehoben. Toll, die Verwandlung des eher nüchternen Baus in eine vorweihnachtliche Wunderwelt zu erleben. Lichterketten und Gestecke auf den Tischen gepaart mit himmlischen Düften nach Plätzchen, Wachskerzen und selbst hergestellten Köstlichkeiten sorgten für Advents-Stimmung. Frisch gebackene Crepes und Waffeln oder deftige Angebote wie Fischbrötchen, Hot Dogs und Suppen ließen kulinarisch keine Wünsche offen. Wer durstig war, hatte die Qual der Wahl. Klassisch Kaffee beim Schulelternbeirat — oder doch lieber alkoholfreie Cocktails frisch gemixt von der Oberstufe.
Die Einnahmen des Weihnachtsbasars sind in erster Linie für die Finanzierung der Schulgelder der nepalesischen Patenkinder der Weidigschülerinnen und Weidigschüler bestimmt. Der restliche Erlös fließt in die Klassenkassen — bis auf 20 Prozent. Dieser Anteil geht an das „Lycée public“ in Togoville, eine von der Weidigschule unterstützte Schule in Togo. Dort will die Weidigschule helfen, damit dringend benötigte zusätzliche Lehrerinnen und Lehrer eingestellt werden können. Das Jahresgehalt einer togolesischen Lehrkraft liegt übrigens bei rund 500 Euro.
Gut beraten waren Besucher des Weihnachtsbasars der Weidigschule, wenn sie ein wohl gefülltes Portemonnaie mitbrachten. Gelegenheiten originelle, kulinarische, praktische oder einfach nur schöne Kleinigkeiten zum Verschenken zu finden gab es viele. Die Angebotspalette reichte von Seife über Teemischungen, Honig, Handyhalterungen oder Körbe aus Zeitungspapier und Kopfhörerhalter bis zu Backmischungen, Dekoartikeln aus Beton, Wachstüchern und Grasköpfen. Nicht zu vergessen die vielen verschiedenen Plätzchensorten, die liebevoll gestalteten Postkarten, Kerzenständer, Schlüsselanhänger oder Christmas-Bags.

Butzbacher Zeitung, 2.12.2019