Die Butzbacher Zeitung schreibt über die Weidigschule Butzbach

Malteser Hilfsdienst e.V. und Weidigschule beschlossen Kooperation

Malteser bilden Schulsanitäter aus / Schulsanitätsdienst der Weidigschule gut aufgestellt

BUTZBACH. Erfolgreiche Kooperation: (v.l.) Lehrer Tobias Maschmann, Schülerin Johanna Dix, für die Malteser Aaron Boller und Marcus Jakob, Schulleiterin
Annette Pfannmüller. Text + Foto: wi

BUTZBACH (win). Um einen fachlich kompetenten Schulsanitätsdienst sicherzustellen, war die Weidigschule auf der Suche nach einem geeigneten Kooperationspartner. Die Wahl  fiellauf den Malteser Hilfsdienst e.V. Butzbach, mit dem in der Vergannheit bereits erfolgreich zusamengearbeitet wurde. Am Freitag nun wurde der Kooperationsvertrag unterschrieben.
Zur Vertragsunterzeichnung konnte Schulleiterin Annette Pfannmüller „alte Bekannte“ begrüßen. Denn tatsächlich stammen viele Helfer, die bei den Maltesern aktiv sind, ursprünglich aus dem Schulsanitätsenst der Schule und haben diesen während ihrer Zeit als Schüler und Mitglied des Vereins geleitet. Markus Jakob, Zugführer des 1. Sanitätszuges Wetterau, der in Vertretung für den Stadtbeauftragten gekommen war, ist ehemaliger Weidigschüler und war von 1999 bis 2003 im Schulsanitätsdienst aktiv. Ebenso Aaron Boller, der inzwischen als Ausbildungsleiter bei den Maltesern fungiert.
Die Weidigschule und der Malteser Hilfsdienst in Butzbach – irgendwie gehören sie einfach zusammen. Der Schulsanitätsdienst sei im Jahr 1998 aus einer Initiative von Schülern entstanden, erzählte Lehrer Tobias Maschmann. Er ist Sanitätsbeauftragter der Weidigschule, hat selbst eine Ausbildung zum Rettungsassistenten und war zehn Jahre lang im Rettungsdienst tätig. Es sei wichtig, möglichst vielen Kindern und Jugendlichen früh die Griindlagen der Ersten Hilfe und eine Handlungssicherheit im Notfall zu vermitteln. Mit Beginn der siebten Klasse können Schüler sich für den Schulsanitätsdienst melden. „Der Schulsanitätsdienst ist mit 22 Schülern sehr gut aufgestellt“, zeigte sich Maschmann zufrieden.
Die Malteser Butzbach werden den Schulsanitätsdienst der Weidigschule in der Ausbildung unterstützen. Angefangen hat die Kooperation mit der Projektwoche, wo bereits neue Ersthelfer ausgebildet wurden. Die Erste-Hilfe-Ausbildung will Hemmschwellen und Ängste abbauen. Hilfsbereitschaft und Verantwortungsgefühl werden ebenso vermittelt wie die Kenntnisse zur Gefahrenmeidung, der Vorsorge und der unmittelbaren Ersten Hilfe im Notfall. Aufgabe der Malteser ist es aber nicht nur, die Schüler zu Ersthelfern und Schulsanitätern auszubilden, sondern auch mit entsprechendem Material auszustatten sowie unterstützend und beratend zur Seite zu stehen.
Selbstverständlich müssen Erste-Hilfe-Maßnahmen immer wieder geübt werden, damit sie in Notfallsituationen automatisiert abgerufen werden können. „Die Gruppenstunden finden alle zwei Monate statt. Sie sollen auch dem Erfahrungsaustausch und der Teambildung dienen“, erklärte Aaron Boller.
„Wir Malteser schulen nach einem bundesweit einheitlichen Konzept. Die Ausbildung umfasst 48  Unterrichtseinheiten, wohingegen ein regulärer Erste-Hilfe-Kurs nur neun Unterrichtseinheiten vorsieht“, erläuterte Jürgen Seeger, Diözesanreferent für Jugend, Schulsanitätsdienst und Malteser-Pastoral. Er sei zwar kein Weidigschüler, habe aber doch einige Jahre in der Wetterau verbracht und sei der Region noch immer sehr verbunden, verriet er schmunzelnd. Stellvertretend für das Team der Schulsanitäter war Joanna Dix bei der Vertragsunterzeichnung anwesend.
Schulleiterin Pfannmüller hält den Schulsanitätsdienst für unverzichtbar und misst ihm einen hohen Stellenwert bei. Natürlich seien feste Regeln unerlässlich. So habe der Schulsanitätsdienst beispielsweise bei Eintritt eines Notfalls eine Informationspflicht gegenüber der Schulleitung. In erster Linie basiere das Miteinander auf gegenseitigem Vertrauen und Respekt, versicherte sie.

Butzbacher Zeitung, 09.09.2019

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