Die Butzbacher Zeitung schreibt über die Weidigschule Butzbach

Lehrer drücken die Schulbank

SCHULUNG 25 Pädagogen lernen bei „Lions Quest Erwachsen werden“, Lebenskompetenzen zu vermitteln

BUTZBACH. 25 Lehrer, davon acht aus Butzbach, nahmen an der dreitägigen Fortbildung teil. Text + Foto: win

BUTZBACH (win). Im Zeitalter von Digitalisierung und Globalisierung werden zukünftige Generationen mit zunehmend komplexer werdenden Herausforderungen konfrontiert. Um diese zu meistern, sind vor allem „21st Century-Skills“ gefragt oder anders formuliert: Lebenskompetenzen. Immer öfter prägen unsicnere soziale und emotionale Rindungen, Leistungsdruck und ein konsumorientiertes Freizeitverhalten die Erfahrungswelt von Kindern und Jugendlichen. Vielen fehlt es an Unterstützung, die alltäglichen Herausforderungen zu bewältigen und mit schwierigen Situationen umzugehen. Mit dem Projekt Lions-Quest wurde eine Möglichkeit geschaffen, diese Kinder und Jugendliche gezielt über speziell geschulte Lehrer und Multiplikatoren zu erreichen.

Der Lions-Club Butzbach, der sich aktiv bei Lions-Quest engagiert, hat es erneut ermöglicht, interessierte Lehrer in einem dreitägigen praxisorientierten Seminar in die Methoden des Programms einzuführen. So nahmen in den Räumen der Weidigschule 25 Lehrer von Schulen aus Butzbach, Hanau, Weilburg, Gießen und Frankfurt an dieser Fortbildung teil.
Schulleiterin Annette Pfannmüller war erfreut, dass die Lehrer Zeit in diese dreitägige Fortbildung investierten. Angeleitet wurden sie von Anke Drewes, Schulleiterin aus Buchholz in Niedersachsen, die seit vier Jahren Lions-Quest-Schulungen leitet. Lions-Quest-Beauftragter Rüdiger Clostermann vom Lions-Club Butzbach gab einen kurzen Überblick über Lions-Quest und das Engagement des Butzbacher Lions-Clubs. Der Lions-Club Butzbach erwirtschaftet die Gelder für die Seminarkosten der Butzbacher Schulen mit der alljährlichen Tombola am Butzbacher Weihnachtsmarkt.
Lions-Quest „Erwachsen werden“ ist ein Jugendförderprogramm für zehn- bis vierzehnjährige Mädchen und Jungen. Es wird vorrangig im Unterricht der Sekundarstufe I vermittelt.
Im Mittelpunkt des Unterrichts mit „Erwachsen werden“ steht die planvolle Förderung der sozialen Kompetenzen von Schülern. Diese werden nachhaltig dabei unterstützt, ihr Selbstvertrauen und ihre kommunikativen Fähigkeiten zu stärken, Kontakte und positive Beziehungen aufzubauen und zu pflegen, Konflikt- und Risikosituationen in ihrem Alltag angemessen zu begegnen und konstruktive Lösungen für Probleme, die gerade die Pubertät mit sich bringt, zu finden.

Butzbacher Zeitung, 25.10.2019