Wie im „fliegenden Klassenzimmer“

EINSCHULUNG Schulleiterin Pfannmüller wünscht 176 neuen Weidigschülern Mut und Unerschrockenheit

BUTZBACH. Im Bürgerhaus Butzbach feierte die Weidigschule gestern die Aufnahme der neuen Fünftklässler unter anderem mit einem Auftritt des Schulorchesters (2. Foto). Schulleiterin Annette Pfannmüller (3. Foto, Dritte v.r.) begrüßte die neuen Schüler.

BUTZBACH (thg). Seit gestern sind an der Weidigschule wieder alle Jahrgangsstufen gefüllt. 176 Kinder wurden in sechs Klassen eingeschult.

Das Schulorchester und der Schulchor eröffneten die feierliche Veranstaltung im voll besetzten Bürgerhaus Butzbach. Elternbeirat, Förderverein und Schulleiterin Annette Pfannmüller begrüßten die Neuen am Butzbacher Gymnasium mit ihren Familien und Freunden.

Pfannmüller unterstrich, dass sie sich auf die Begegnung mit den neuen Fünftklässlern mit ihren verschiedenen Talenten freue. Sie sprach den Kindern Mut zu und griff als bekennende „Leseratte“ auf Erich Kästners Buch „Das fliegende Klassenzimmer“ zurück. Auch dort kommen unterschiedliche Schüler zusammen, die viel erleben. Die Schulleiterin wünschte sich, dass die Kinder Vertrauen zu den Lehrern fassen und mit Sorgen und Problemen zu ihnen kommen. Sie hätten ein offenes Ohr und seien gut darin, Streitereien beizulegen.

Ferner wünschte Pfannmüller den Gymnasiasten Mut in allen Situationen des Schulalltags. Dazu zählte sie auch Momente, in denen man allein gegen eine Mehrheit steht, wenn „etwas Blödes passiert“, „Seid mutig, wenn ihr merkt, dass etwas nicht richtig ist“, und auch zu Erwachsenen, die helfen können, sollten sie dann gehen. Und an Kästner orien-

tiert wünschte sie den Kindern, nicht zu erschrecken, wenn etwas schiefgeht, nicht den Mut zu verlieren.

Einen „Brief in die Zukunft“ an sich selbst, der im voraussichtlichen Abiturjahr 2028 wieder an sie zurückgegeben werden, sollen die Schüler zudem verfassen. Hoffnungen, Ziele und Wünsche sollen darin formuliert werden.

Nachdem die Klassen eingeteilt und die Schüler in Richtung Klassen aufgebrochen waren, richtete sich Pfannmüller an die Eltern. Sie bat um einen Vertrauensvorschuss für die ausgebildeten Pädagogen. Und sie unterstrich, dass es eine gute Zusammenarbeit von Eltern und Schule für das Kind leichter mache, sich in der Schule zurechtzufinden.

Ferner appellierte sie an die Eltern, auf die Dauer der Nutzung von Smartphones und Tablets bei ihren Kindern zu achten. Die Kleinen bräuchten nachts ausreichend Schlaf, dann oder auch während der Hausaufgaben gehörten die Geräte in die Hände der Eltern. Sie sollten außerdem die Chatverläufe in den App-Gruppen der Kinder auf „Unschönes“ kontrollieren. Wichtig sei es auch, dass die Eltern Interesse an dem zeigen, was das Kind in der Schule lernt und welche Themen behandelt werden.

Butzbacher Zeitung, August 2019