Jugend
trainiert für Olympia.
Großartiger Erfolg in Berlin für Leichtathletinnen
der Weidigschule Butzbach






Es folgt ein Zeitungsartikel aus der Butzbacher Zeitung vom 4. Oktober 2003:
Butzbach (br) – Berlin ist eine Reise wert, besonders dann, wenn man sich als Landessieger eines Bundeslandes für einen der Finalwettbewerbe von „Jugend trainiert für Olympia“ qualifiziert hat. Über 4000 Jugendliche aus ganz Deutschland kamen vom 23. bis 27. September in der Bundeshauptstadt zusammen, das sind mehr Teilnehmer als bei olympischen Winterspielen. Zu ihnen gehörten dieses Jahr erstmals auch Leichtathletinnen der Weidigschule Butzbach. Nachdem sie im Juli in Gelnhausen den Landesentscheid im Wettkampf III (12-15 Jahre) gewonnen hatten, rangierten sie mit 7054 Punkten auf Platz 11 unter den 16 teilnehmenden Bundesländern. Mit dem selbst gesteckten Ziel, unter die „Top Ten“ Deutschlands zu kommen, schworen sie sich auf den Wettkampf im Mommsen-Stadion ein. Das Ergebnis war fantastisch: Mit einer Fülle von Bestleistungen toppte das Team die Klasseleistung von Gelnhausen noch einmal, holte 7177 Punkte und erkämpfte sich so Platz 9. Dieses Ergebnis ist umso höher einzustufen, wenn man in Betracht zieht, dass der Abstand zu Platz 6 nur 33 Punkte betrug! Damit reihte sich die Weidigschule als Hessenvertreter in die Gruppe der Teams ein, die hinter den dominierenden Sportgymnasien aus den neuen Bundesländern um die Topposition der Schulen ohne besondere Förderung wetteiferten.
Organisation im olympischen Maßstab
Schon
bei der Ankunft am Berliner Ostbahnhof bekamen die
Teilnehmerinnen einen Eindruck von der professionellen Organisation
des Bundesfinales. Alle wurden persönlich akkreditiert,
von einem Kamerateam des Fernsehsenders „Eurosport“ gefilmt
und mit einheitlichen Jacken, Handyhaltern und dem Maskottchen
„Alex“ ausgestattet. Nach dem Bezug der zentral gelegenen
Unterkunft im Jugendgästehaus Lehrter Straße stand ein Empfang
in der Hessischen Staatskanzlei im Regierungsviertel auf
dem Abendprogramm, bei dem Geburtstagskind Svenja Jänicke
mit einem Buchgeschenk beglückwünscht wurde. Der Hessische
Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie der
Vorsitzende der Deutschen Schulsportstiftung Klaus Paul
wünschten allen Teams viel Erfolg an den Wettkampftagen
in Berlin und luden alle Teilnehmer ein, sich an einem Buffet
zu stärken. Mit einer Stippvisite des Brandenburger Tores
und des Reichstages klang der erste Abend aus, denn es galt,
die Kräfte für den Wettkampftag zu schonen.
Der Wettkampftag
Das Ziel: ein
Platz unter den besten 10
Mittwoch, 24. September,
7.30 Uhr. Die Nervosität ist den Weidigschülerinnen schon
anzumerken, als sie sich zum Frühstück treffen und letzte
Instruktionen von den Betreuern erhalten. Heute ist der
große Tag, dem alle seit Wochen entgegengefiebert haben.
Das Wetter verspricht optimale Wettkampfbedingungen: Sonne,
wolkenloser Himmel, Temperaturen um die 20 Grad sind angesagt.
Vor der Abfahrt zum Stadion wird noch einmal der Mannschaftsgeist
beschworen und das Ziel für den heutigen Wettkampf festgelegt:
„Wir wollen unter die „Top Ten“ kommen, wie beim Landesentscheid
als Aussenseiter einige nach den Vorkampfergebnissen besser
platzierte Mannschaften überflügeln.“ Da das Olympiastadion
derzeit umgebaut wird, findet das diesjährige Bundesfinale
im benachbarten Mommsen-Stadion statt. Ein perfekter Organisationsrahmen
erwartet dort alle Teilnehmer. Jeder Starter erhielt schon
im Vorfeld eine Startkarte, auf der die exakte Uhrzeit des
Wettbewerbs und die Startposition vermerkt ist – ein Hauch
von Olympia, der die Sportlerinnen der Weidigschule zusätzlich
anspornte.
Sprint und Weitsprung: ein Traumstart
Diesmal
sorgten die Sprinterinnen für die Initialzündung in der
Mannschaft. Kerstin Stoll erwischte einen glänzenden Start
und gewann ihren Lauf in neuer Bestzeit von 9,79 sec, womit
sie die viertschnellste Zeit aller 48 Sprinterinnen erzielte!
Carina Hütter verbesserte sich in ihrem Lauf auf 10,45 sec.
und wurde Zweite, Carolin Röseler lief als Siegerin ihres
Laufes mit 10,60 sec. ebenfalls persönliche Bestzeit. Damit
hatte die Weidigschule einen Start nach Maß hingelegt und
rangierte nach dem 75-m-Lauf mit 1035 Punkten auf Rang 8.
Der Weitsprung war von Mannschaftsbetreuer Burkhard Reuhl
als neuralgische Disziplin in den Vorkämpfen ausgemacht
worden, so dass im Training sehr viel an Anlauf und Technik
gefeilt wurde. Zudem wurde nach den Trainingsleistungen
Christiane Klopsch in dieser Disziplin aufgestellt, sie
sollte versuchen 4,70 m zu springen und so die Punktebilanz
aufzubessern. Und die Rechnung ging auf: Nicht nur Lea Blume
steigerte sich auf 4,59 m, sondern auch Christiane erfüllte
mit 4,69 m die in sie gesetzten Erwartungen optimal. Danach
warteten alle auf Kerstin Stoll, die in der zweiten Gruppe
springen würde. Nach einer Anlaufkorrektur beim Einspringen
traf Kerstin gleich beim ersten Versuch den Balken optimal
und landete bei sagenhaften 5,21 m – 22 cm weiter als beim
Landesentscheid! Riesenjubel bei Kerstin, die mit 5,13 m
und 5,09 m noch zwei weitere Sätze jenseits der alten Rekordmarke
verbuchen konnte, und der ganzen Mannschaft. 1086 Punkte
hatten die Mädchen in einer vermeintlich schwächeren Disziplin
gesammelt, 2121 Punkte bedeuteten Rang 9 in der Zwischenwertung.
Ballwurf: Svenja Jänicke wirft
58,50 m
Nun waren die Ballwerferinnen gefordert.
Svenja Jänicke, Judith Titz und Lea Blume hatten schon in
Gelnhausen die Konkurrenz geschockt und sorgten nun auch
in Berlin für Furore. In der ersten Gruppe steigerte Judith
ihre Bestmarke von 45 auf 46 m, hier gewann Anja Dittrich
von der Sportschule Potsdam mit sagenhaften 61 Metern. Dies
war genau die richtige Herausforderung für Svenja mit ihrer
unnachahmlichen Kämpfernatur. Gleich im ersten Versuch landete
der 200 g schwere Ball bei 57,50 m. Zur Erinnerung: Beim
Landesentscheid hatte sie erstmals mit 53 m die 50-m-Marke
übertroffen! Doch das war noch nicht alles. Im dritten Wurf
nahm sie noch einmal alle Kraft zusammen, zog blitzschnell
ab und legte noch einen Meter drauf. Mit 58,50 m erzielte
sie die zweitbeste Weite des gesamten Wettbewerbs und mit
599 Punkten die Tageshöchstpunktzahl für die Weidigschule.
1115 Punkte bedeuteten Rang 4 im Ballwurf, eine Klasseleistung!
Jubel brandete rund um die Hessenfahne auf, als die Anzeigetafel
den neuesten Zwischenstand zeigte: 6. Platz – Hessen – 3236
Punkte.
Kugelstoß: zwei Mal über 10 Meter
Das
war weit mehr als alle erwartet hatten und nun warteten
alle gespannt auf das Ergebnis der Kugelstoßerinnen. Hier
hatte Svenja in der ersten Gruppe die Kugel nicht optimal
getroffen, so dass Ulrika Schönemund und Carolin Röseler
gefordert waren. Und auch die beiden wurden von den Vorgaben
ihrer Mannschaftskolleginnen mitgerissen. Ulrika steigerte
sich gegenüber dem Landesentscheid um 70 cm auf 10,58 m.
Kurz nach diesem Ergebnis ein Aufschrei auf der anderen
Anlage – gerade hatte Carolin 10,03 m gestoßen, damit erstmals
die 10-m-Marke übertroffen und führte nun wahre Freudentänze
auf. Mit 969 Punkten belegten die Kugelstoßerinnen Platz
7, wodurch der 6. Platz in der Gesamtwertung gefestigt werden
konnte. Das Märchen, das beim Landesentscheid begann, schien
sich fortzusetzen, hinter den überlegenen Sportgymnasien
der neuen Bundesländer war Hessen bestes Bundesland!
Hochsprung: ein Nervenkrimi
Doch
noch standen drei Disziplinen aus. Insbesondere der Hochsprung
steckt immer voller Unwägbarkeiten und hier erlebte das
Team der Weidigschule einen wahren Nervenkrimi. Ulrika Schönemund
übersprang ihre Anfangshöhe von 1,38 m problemlos, wurde
dann aber zunehmend durch die Gesänge in der Fankurve irritiert
und zitterte sich erst im dritten Versuch über 1,41 m. Auf
der Parallelanlage erging es Leonie Zozmann nicht besser
und alle atmeten auf, als beide 1,44 m recht sicher meisterten.
Damit war eine Katastrophe abgewendet, denn mit zweimal
1,38 m wäre die Weidigschule weit zurück gefallen. So versuchten
sich beide an 1,47 m, was normalerweise im Bereich ihrer
Möglichkeiten liegt. An diesem Tag aber blieb die Latte
nicht liegen, 938 Punkte wurden verbucht. Nach fünf Disziplinen
lag die Weidigschule auf Platz 8 in der Gesamtwertung, nur
5 Punkte Rückstand auf den Sachsenvertreter Sportgymnasium
Chemnitz waren aufzuholen.
800 m: beherzter Schlussspurt
Dieser
Aufgabe nahmen sich die 800 Meter Läuferinnen an. Nach internationalem
Standard wurden die Läufe in Bahnen gestartet, eine ungewohnte
Situation, die die Weidigschülerinnen aber gut kompensieren
konnten. Als erste ging Leonie Zozmann ins Rennen. In der
ersten Runde bestimmte sie das Tempo und musste auf der
Gegengeraden eine kritische Situation überstehen, als sie
von einer Konkurrentin am Bein getroffen wurde und ins Straucheln
geriet. In der zweiten Runde setzten sich zwei Mädchen etwas
vom Feld ab, doch Leonie konnte Platz drei in sehr guten
2:30,58 Minuten verteidigen und lief damit im Bereich ihrer
Bestleistung. Svenja Jänicke und Christiane Klopsch hatten
einen gemeinsamen Lauf erwischt, der einen ungewöhnlichen
Verlauf nehmen sollte. Eine Läuferin setzte sich nach schnellem
Anfangstempo vom Feld ab und Svenja behauptete Position
zwei bis auf die Zielgerade. Dann aber kamen die Verfolgerinnen
immer näher und mit einem fantastischen Schlusspurt sicherte
sich Christiane Platz zwei in 2:39,69 Minuten und wehrte
erfolgreich den Angriff einer Konkurrentin ab. Für Svenja
blieben die Uhren bei 2:40,04 Min. stehen, sie musste ihrem
hohen Anfangstempo Tribut zollen. Mit 969 Punkten stand
Platz 8 in dieser Disziplin für Hessen zu Buche, so dass
die Weidigschülerinnen vor der abschließenden Staffel in
der Gesamtwertung Rang 7 einnahmen. 21 Punkte fehlten zu
Platz 6 (Rheinland-Pfalz), doch nur 6 bzw. 29 Punkte lagen
die beiden Verfolger Sachsen und Niedersachsen zurück.
Staffel: die 40-sec.-Marke wird
unterboten
Da klar war, dass die Hessenstaffeln läuferisch
nicht so stark wie die Konkurrentinnen einzuschätzen waren,
versuchten sie, ihre Wechsel zu optimieren, um jede Zehntelsekunde
herausholen zu können. Startläuferin Carolin Röseler gab
ihr Bestes, doch sie musste die Sprinterinnen aus Merzig,
Duderstadt und Chemnitz ziehen lassen. Nach einem guten
Wechsel sprintete Carina Hütter in die Kurve und wechselte
auf Christiane Knorz, die sich mit der bayrischen Konkurrentin
ein Duell um Platz vier lieferte, das Schlussläuferin Kerstin
Stoll zu Gunsten der Hessenstaffel entscheiden konnte. Mit
39,92 sec. unterbot die Staffel der Weidigschule die anvisierte
40-Sekunden-Marke, lag aber im Vergleich aller Staffelzeiten
nur auf Rang 11. Auch die zweite Staffel in der Besetzung
Jasmin Röder, Lea Blume, Dana Badtke und Ulrika Schönemund
erfüllte mit neuer Bestzeit von 42,79 sec. die in sie gesetzten
Erwartungen.
Endergebnis und Siegerehrung
Nun
waren alle Wettkämpfe absolviert und alle 16 Mannschaften
versammelten sich im Innenraum zur mit Spannung erwarteten
Siegerehrung. Insgeheim hofften die Weidigschülerinnen an
der Anzeigetafel die Buchstabenfolge „Hessen“ hinter der
Zahl 8 aufleuchten zu sehen, hatten sie sich doch so lange
unter den besten Acht gehalten. Schließlich das Ergebnis:
Hessen – 7177 Punkte – Platz 9. Nach einer kurzen leichten
Enttäuschung setzte sich zunehmend die Freude über dieses
tolle Ergebnis durch. 123 Punkte mehr als beim Gewinn der
Hessenmeisterschaft, das Ziel zu den „Top Ten“ zu gehören
war geschafft! Mit einer Fülle von Bestleistungen hatte
sich die Mannschaft auf den Punkt genau topfit präsentiert
und das Land Hessen würdig vertreten, insbesondere wenn
man in Betracht zieht, wie knapp die Abstände zu den Plätzen
8 bis 6 waren: 28 Punkte fehlten zu Platz 8, 30 zu Platz
7 und 33 zu Platz 6. Damit lagen nur minimale Unterschiede
zwischen diesen Teams und die Weidigschülerinnen können
mit Recht stolz darauf sein, bis zuletzt im Kampf um den
Platz hinter den starken Sportgymnasien aus den neuen Bundesländern
mitgemischt zu haben. Bundessieger wurde das Sportgymnasium
Jena als Vertreter Thüringens mit 7818 Punkten vor dem Sportgymnasium
Neubrandenburg aus Mecklenburg-Vorpommern (7771 Punkte)
und der Sportschule F.-L.-Jahn Potsdam aus Brandenburg (7723
Punkte).
Endstand Bundesfinale Leichtathletik Mädchen III
|
1. |
Thüringen |
7.818 Punkte |
|
2. |
Mecklenburg-Vorpommern |
7.771 Punkte |
|
3. |
Brandenburg |
7.723 Punkte |
|
4. |
Sachsen-Anhalt |
7.634 Punkte |
|
5. |
Berlin |
7.460 Punkte |
|
6. |
Niedersachsen |
7.210 Punkte |
|
7. |
Sachsen |
7.207 Punkte |
|
8. |
Rheinland-Pfalz |
7.205 Punkte |
|
9. |
Hessen |
7.177 Punkte |
|
10. |
Saarland |
7.136 Punkte |
|
11. |
Schleswig-Holstein |
7.124 Punkte |
|
12. |
Bayern |
6.975 Punkte |
|
13. |
Nordrhein-Westfalen |
6.896 Punkte |
|
14. |
Baden Württemberg |
6.799 Punkte |
|
15. |
Hamburg |
6.487 Punkte |
|
16. |
Bremen |
6.341 Punkte |
Rahmenprogramm
Der Vorteil
der Leichtathleten beim Bundesfinale liegt darin, dass sie
ihren Wettbewerb an einem einzigen Tag abschließen können.
Dadurch ergab sich für die Butzbacher Teilnehmerinnen die
Möglichkeit, am Donnerstag und Freitag Berlin zu erkunden.
Neben Besichtigungsgängen entlang der historischen Stätten
in Berlin-Mitte besuchten sie das Nikolaiviertel, genossen
den Ausblick vom „Alex“ und bewunderten bei einer Bootsfahrt
auf der Spree die neu entstandenen Regierungsgebäude. Da
die Mädchen genauso alt sind wie der Mauerfall, stand am
Freitag ein Besuch des Museums am Checkpoint Charlie auf
dem Programm, bei dem viele zum ersten Mal mit dem unsäglichen
Leid, das die Teilung Berlins und Deutschlands mit sich
brachte, konfrontiert wurden. Natürlich durfte auch ein
Einkaufsbummel auf dem Kudamm nicht fehlen. Ein besonderes
kulturelles Highlight war der gemeinsame Besuch des Musicals
„Cats“, das im neu errichteten Theater am Potsdamer Platz
aufgeführt wurde.
Zum Abschluss ein tolles Showprogramm
in der Berlin Arena
Den abschließenden Höhepunkt
der Woche bildete die Siegerehrung mit Sport, Show und Discothek
am Freitag Abend in der Berlin Arena. Nach einem Spiel der
Deutschen Volleyball Junioren Nationalmannschaft gegen eine
Berlinauswahl begrüßte Fernsehmoderator Wolf-Dieter Poschmann
die rund 4000 Teilnehmer und hochrangige Gäste aus Sport,
Wirtschaft und Politik. Vielen Jugendlichen lief eine Gänsehaut
über den Rücken, als für sie zum ersten Mal in ihrem Leben
die Nationalhymne erklang. Aufgelockert durch Showeinlagen
mit Musik, Tanz und Akrobatik ehrte Poschmann jeweils die
drei besten Schulen jedes Wettbewerbs, die einen Siegerpokal
aus den Händen bekannter Sportler und Sponsoren entgegen
nehmen durften. Großer Jubel brach im Hessenblock aus, als
die Butzbacher Delegation in einem Kurzfilm des Senders
„Eurosport“ über die Großbildleinwand flimmerte. Während
die Betreuer sich zu einem Erfahrungsaustausch bei einer
„Goodbye Berlin“-Party trafen, legte ein Discjockey für
die Teilnehmer des Bundesfinales bei einer Discoparty die
neuesten Hits zum Abtanzen auf. Am Ende dieser Veranstaltung
waren die Hessen so versiert im Skandieren ihrer Schlachtgesänge,
dass selbst die Bayern den Kürzeren zogen.
Berlin-Splitter
Als besonders
erfolgreiche Trophäensammlerin erwies sich Weidigschul-Fan
Mareike Klopsch. Schon beim Leichtathletik-Wettkampf sammelte
sie Autogramme unter anderem von Lars Figura, dem aktuellen
400 m Hürden-As und Ex-Weltrekordler Martin Lauer. In der
Berlin Arena stand sie am letzten Abend bei Andre Niklas
Schlange, um ein Autogramm des in Paris erfolgreichen Zehnkämpfers
zu erhalten. Prompt schenkte er ihr sein Berlin-T-Shirt.
Und bei der Verlosung gehörte sie zu den Gewinnern eines
Olympia-Shirts Leipzig 2012. Berlin ist eine Reise wert...
Olympiasiegerin Ingrid Mickler-Becker erinnerte sich im Mommsen-Stadion an ihre eigene Zeit als Betreuerin von Leichtathletik-Schulmannschaften und sprach allen Mannschaften ein Kompliment aus: „Alle, die es bis zum Bundesfinale geschafft haben, sind schon Sieger, egal welchen Platz sie belegen!“ Sabine Braun und Lars Figura schlossen sich an: „Die Begeisterung für den Sport, die eine solche Veranstaltung wecken kann, ist der wichtigste Punkt für ein leistungsorientiertes Training. So können aus heutigen Schulsportlern später europäische Spitzenathleten erwachsen.“ Auch Lars Figura begann einst mit „Jugend trainiert für Olympia“...
„Alex“ heißt seit den Tagen von Berlin das neue Maskottchen von „Jugend trainiert für Olympia“, das jeder Teilnehmer mit nach Hause nehmen durfte. Vielleicht bringt der putzige Bär ja im nächsten Jahr so viel Glück und Erfolg wie es in diesem Jahr Affe „Ludwig“ tat, den die Weidigschülerinnen seit dem Landesentscheid als Glücksbringer bei sich haben.
Ein besonderer Dank der Mannschaft gilt allen Sponsoren, die das Outfit des Teams mitfinanzierten. Die Investition hat sich gelohnt, denn die Mannschaft der Weidigschule gehörte zu den bestgekleideten Teams der Finaltage in Berlin und erwies sich nicht nur sportlich, sondern auch rein äußerlich als würdiger Repräsentant unseres Bundeslandes.
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