Comenius-Projekttreffen an der Weidigschule vom 29. März bis 3. April 2009
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Comenius Schulprojekt – was ist das?
Seit 1995 fördert das SOKRATES Programm der Europäischen Union Schulen, die über Ländergrenzen hinweg - nach Möglichkeit im regulären Unterrich t - an gemeinsam ausgewählten Projektthemen arbeiten.
Dafür können die Schulen eine staatliche Fördersumme beantragen, die es ihnen neben der Finanzierung von Projektaktivitäten und der Anschaffung kleinerer Ausrüstungsgegenstände u.a auch ermöglicht, ihre europäischen Partner bei Projekttreffen kennen zu lernen.
Ziel ist es, möglichst viele Schulen für eine europäische Projektarbeit zu gewinnen – mit einer klassen- und fächerübergreifend hohen Beteiligung von Schülern.
Ziel der Aktion COMENIUS ist zum einen, die Qualität der Schulbildung zu verbessern und ihre europäische Dimension zu stärken, insbesondere durch die Förderung der transnationalen Zusammenarbeit zwischen Schulen und der beruflichen Aus- und Fortbildung des Schulpersonals, und zum anderen den Fremdsprachenerwerb sowie das interkulturelle Bewusstsein in der europäischen Schulbildung zu fördern. (SOKRATES – Programm – Leitfaden für Antragssteller, Generaldirektion Bildung und Kultur, Europäische Gemeinschaften, Juni 2000, 6-8)
Neue Adresse der Projekt-Homepage: http://www.comenius.cku.krosno.pl
Comenius Projekt 2006/2007 an der Weidigschule
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Die Partnerschulen |
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Projektthema und Projektbeschreibung |
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Schüler- und Lehrermobilität |
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Vorbereitung des ersten Projekttreffens in Idrija, Slowenien, November 2006 |
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Comenius-Sprachassistenz |
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Mitglieder der Comeniusgruppe der Weidigschule |
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Unserse Begegnung mit internationalen Partnerschülern in Slowenien (November 2006) |
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Comenius-Pilotprojekt "Individuelle Schülermobilität" |
Die Partnerschulen:
Istituto Statale „V.Gioberti“, Sora, Italien (Auszüge aus dem Jahrbuch 2007 - 2008)
Zespol Szkol Ksztalcenia Ustawicznego, Krosno, Polen
Gimnazija Jurijy Vege, Idrija, Slowenien
Instituto De Educacion Secundaria Gregorio Prieto, Valdepenas, Spanien
Palatul Copiilor si Elevilor, Caracal, Rumänien
Projektthema und Projektbeschreibung:
„Bedeutung von Religion im Leben junger Menschen“
Globalziel des geplanten Projekts ist es, die Funktion und die Positionierung der Religion im alltäglichen Leben in der europäischen Gesellschaft zu erforschen, insbesondere was die Lebenswirklichkeit der beteiligten Jugendlichen betrifft. Das Projekt richtet sich an die Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher Religionen. Daher versucht es Religiosität vor allem im Sinne einer menschlichen Daseinsweise, weniger im Sinne einer Religiosität, die sich von einer bestimmten Konfession her ableitet – im europäischen Kontext zu beschreiben und zu analysieren.
Die thematischen Schwerpunkte des Projekts sind: die Auseinandersetzung der Jugendlichen mit den Traditionen, Symbolen und Ritualen im Bereich der Alltagsreligiosität in den beteiligten Ländern sowie der Vergleich der modernen Erscheinungsformen der Religiosität im heutigen Alltag der Schülerinnen und Schüler. In diesem Zusammenhang beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler mit der Bedeutung der tradierten religiösen Normen und mit der Präsenz der religiösen Vorbilder in ihrem Alltagsleben.
Eine ebenso wichtige Rolle im interkulturellen Austausch wird die Bezugnahme auf zeitgenössische Literatur, Kunst, Film und Musik spielen, in denen eine besondere Haltung der jungen europäischen Generation zu Religiösem erkennbar ist.
Alle am Projekt teilnehmenden Schulen sollen das Bild der Alltagsreligiosität der europäischen Jugendlichen darstellen, das einerseits die nationalen Eigenständigkeiten verdeutlicht und andererseits in der kulturell-religiösen Vielfalt nach der europäischen Einheit sucht.
Die Projektarbeiten finden innerhalb und außerhalb des Unterrichts statt. Durch die gemeinsame Planung, Gestaltung und Auswertung von Projektinhalten und durch den interkulturellen Austausch von Projektbeiträgen soll das Projekt dazu beitragen, bei den Jugendlichen eine europäische Identität zu bilden und die Verständigung zwischen den jungen Menschen unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit zu fördern.
Schüler- und Lehrermobilität:
Pro Projektjahr nehmen etwa vier Schüler/innen und zwei Lehrer/innen an transnationalen Treffen (jeweils an einer der beteiligten Schule)teil. Neben dem Kennenlernen, dem Vorstellen der national vorbereiteten Projektarbeit, der gemeinsamen Weiterarbeit findet bei solchen Treffen unter den Kollegen die gemeinsame detailliertere Planung der weiteren Projektgestaltung statt.
Vorbereitung des ersten Projekttreffens in Idrija, Slowenien, November 2006:
Auf dieser Grundlage bereiten im Religions- und Ethikunterricht der Klasse 10 und Stufe 11 die Gruppen von Frau Schröder (Religion, 10) und Frau Grunwaldt (Ethik, 11) das erste Treffen in Idrija im November vor. Dort stellen die Schüler sich, ihre Schulen und ihre Arbeit vor.
Comenius-Sprachassistenz:
Die Sprachassistenzzeiten sind Teil der COMENIUS Aktion, die nicht notwendigerweise mit einem Schulprojekt einhergehen, sondern getrennt von ihm beantragt werden.
Uns ist nach erfolgreicher Beantragung einer Assistenzkraft Elena Cappiello aus Potenza, Basilikata, Süditalien, zugeteilt worden.
Sie studiert in Italien Englisch und Deutsch und verbringt das erste Halbjahr des laufenden Schuljahres an unserer Schule, wo sie – neben dem Unterrichten ihrer Muttersprache .- vor allem im Team mit Kolleginnen und Kollegen unterrichten wird.
Mitglieder der Comeniusgruppe der Weidigschule (Stand August 06):
Frau Grundwaldt
Frau Schröder
Frau Froschauer-Rehn
Frau Börstler
Frau Dr Hartmann
Frau Chirollo
Herr Keller
Herr Höhn
Herr Schäfer
Herr Müller
Unsere Begegnung mit internationalen Partnerschülern in Slowenien (November 2006)
Unser Aufenthalt in Slowenien vom 7.11.-11.11.06 hat allen Teilnehmern sehr gut gefallen. Wir sind sehr dankbar, dass wir an dieser ereignisreichen Reise teilnehmen durften. Wir, die Schüler, waren bei slowenischen Gastfamilien untergebracht, von denen wir großzügig versorgt wurden. Besonders deren großzügiges Verhalten und auch das der anderen beteiligten Nationen erleichterte Vieles und machte das Comenius-Projekttreffen zu diesem harmonischen Treffen.
Nach anstrengender, aber ereignisreicher Reise über Frankfurt-Hahn-Venedig-Idrija wurden wir am ersten Abend am dortigen Busbahnhof von unseren Gastfamilien abgeholt und verbrachten den Abend bei ihnen.
Am nächsten Morgen erwartete uns ein herzlicher Empfang in der Sporthalle der Schule in Idrija, der Schulleiter begrüßte uns und die anderen Gäste aus Italien, Rumänien, Polen und Spanien. Die slowenischen Schüler boten uns Musik, Schauspiel und kleine Leckereien zur Einstimmung auf einige Schulstunden als Gastschüler.
Am zweiten Tag präsentierten alle Schüler am sogenannten „National Evening“ aus allen Ländern ihre Ergebnisse zu der Arbeit an unserem Projekt „Religion im Leben junger Menschen“. Wir lernten einiges über das Land, die Schulen und die Religion in den Ländern unserer Partnerschulen (vgl. Präsentationen auf unserer gemeinsamen comenius-homepage).
Umrahmt wurde der Abend in der Schule in Idrija von einem künstlerisch-kulinarischen Programm, das unsere slowenischen Partnerschüler mir ihren Lehrerinnen vorbereitet hatten. So genossen wir zum Abschluss eine slowenische Spezialität: gefüllte Nudeltaschen mit Pilz- und Käsesoße.
In den nächsten Tagen wurde uns durch ein vielfältiges Programm Slowenien nähergebracht. Highlights des Programms waren z.B. der Ausflug nach Ljubljana, der Besuch der Postojna Grotte oder der Besuch des weltzweitgrößten Quecksilberbergwerks in Idrija u.v.m.
Jeden Abend wurden uns von den slowenischen Schülern gemeinsame Unternehmungen geboten, was den Zusammenhalt unserer internationalen Gruppe weiterhin stärkte. Da wir alle in wenigen Tagen zu einer Gruppe zusammengewachsen waren, fiel uns der Abschied schwer und man war sich einig, sich bald wieder treffen zu wollen.
Christiane Overbeck
Anne-Kathrin Stelz
Comenius Pilotprojekt "Individuelle Schülermobilität"
Die Europäische Kommission fördert im Herbst 2007 mit einem Pilotprojekt für „Individuelle Schülermobilität“ drei- und sechsmonatige Auslandssaufenthalte für Schüler und Schülerinnen. COMENIUS Schulen in Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland haben die Möglichkeit, einzelnen Schülern und Schülerinnen ihrer Sekundarstufen einen drei- und sechsmonatigen Aufenthalt an einer ihrer COMENIUS-Partnerschulen im Ausland zu vermitteln.
Die teilnehmenden Schüler erhalten ein Stipendium. Das Stipendium deckt die Reisekosten sowei weitere programmbezogene Ausgaben im Gastland.
Das Projekt dient der Vorbereitung von künftigen individuellen Schülermobilitätsmaßnahmen, die als Teil von COMENIUS im neuen EU-Programm „Lebenslanges Lernen“ angesiedelt sein werden.
Die Europäische Kommission hat die „European Federation for Intercultural Learning“ (EFIL) und „European Educational Exchanges – YOUTH FOR UNDERSTANDING“ mit der Durchführung des Pilotprojekts beauftragt. Das sind die europäischen Dachverbände der Jugendaustauschorganisation AFS Interkulturelle Begegnungen e.V. (AFS) und Deutsches YOUTH FOR UNDERSTANDING Komitee e.V. (YFU).
Im Rahmen dieses Projektes hat auch der Schüler des "Liceo Linguistico" in Sora, Antonio Caira, ein Stipendium erhalten und so die Möglichkeit, 3 Monate (bis Dezember 07) bei uns zu verbringen und die Weidigschule zu besuchen. Felix Knecht (TG HA), der ihn als ehemaliger Teilnehmer am Austausch mit der Schule in Sora bereits gut kennt, ist sein Gastgeber. Antonio nimmt am Unterricht der Klasse 10 (Bn) teil.

Felix Hewel aus der 13 (Tutorgruppe Ha) nimmt zur Zeit an einem dreimonatigen Austauschprogramm mit unserer italienischen Partnerschule teil. Im Rahmen des Comenius Projektes hat man uns angeboten, einen Schüler zur Bewerbung vorzuschlagen - Felix hat sich erfolgreich beworben und ist nun seit Anfang September dort. Er wird an dieser Stelle regelmäßig von seinen Erfahrungen zu berichten:
25. November 2007:
Ciao Germania!
Leider schaffe ich es nicht mich häufiger zu melden, aber jetzt hört man mal wieder was von mir:
Seit dem 5. September bin ich jetzt hier unten und kann mir ein Leben ganz ohne meine neue Familie und meine neuen Freunde nicht mehr vorstellen. Dass ich wieder nach Italien kommen werde ist für mich keine Frage mehr. Italien ist für mich nicht nur ein Land, es ist ein Lebensgefühl, dass ich in Deutschland vermissen werde. Aber natürlich freue ich mich auch auf meine Rückkehr in „mein Land“. Ich vermisse die Menschen zuhause trotz allen positiven Dingen hier extrem.
Die letzte Woche habe ich zusammen mit einer Austauschgruppe aus Holland verbracht und hatte so auch die Gelegenheit viele neue Leute aus meiner italienischen Schule näher kennen zu lernen. Nicht selten musste ich Dolmetscher spielen, da die Englischkenntnisse der Italiener nicht gerade üppig sind J. Bei eisigen Temperaturen haben wir abseits der Abendgestaltung auch viele Ausflüge, wie zum Beispiel nach Neapel unternommen und mehr oder weniger produktiv gemeinsam an einem Projekt gearbeitet. In dieser Woche ist mir mal wieder klar geworden, wie wichtig Projekte wie Comenius sind und möchte allen Weidigschülern raten auch mal bei dem einen oder anderen Schüleraustausch mitzumachen, ist einfach genial!
Ich habe jetzt noch knappe 3 Wochen vor mir und langsam wird es Zeit ein Resümee (hässlich eingedeutschtes Wort übrigens) zu ziehen:
Das werde ich dann in meinem nächsten Erfahrungsbericht machen.
Bis dann!
Vielen Dank fuer alles!
MFG Felix
16. Oktober 2007:
Hello again!
Ich bin jetzt einen guten Monat hier in Italien und wollte mich mal wieder melden.
Ich komme gerade von einem viertägigen Treffen aller ausländischen Schüler, die AFS in meiner Region betreut, wieder und konnte so meine Erfahrungen und Erlebnisse mit Jugendlichen aus aller Welt austauschen. Ich habe viele nette Leute kennen gelernt und konnte mein Italienisch verbessern.
Das Wetter war sogar so gut, dass man im Meer schwimmen konnte (Mitte Oktober!).
Auch in meiner Heimatstadt geht es mir sehr gut, obwohl wir seit ungefähr 10 Tagen mehr oder weniger von der Wasserversorgung abgeschnitten sind, was wir aber mit italienischen Erfindungsreichtum und sehr viel Gelassenheit gut meistern.
In der Schule verstehe ich mittlerweile recht viel, ich musste sogar schon ein Referat auf Italienische halten, was mir mit viel Hilfe meines Gastbruders auch recht gut gelungen ist.
Für die deutsche Schule muss ich mit Blick aufs nahende Abitur recht viel arbeiten, aber im Liegestuhl auf dem Balkon ist auch das recht angenehm.
Das war’s dann erstmal von mir bis später!
Viele Grüsse an alle Weidigschüler, genießt die Ferien ( Ich habe hier keine…)
Ciao!
Felix
15. September 2007:
Hallo Deutschland!
Ich bin jetzt seit 10 Tagen in Italien und fange langsam an mich an das Leben hier zu gewöhnen.
Wenn ich von dem Wetter in Deutschland hoere bin ich doch ganz froh, dass ich hier bin, obwohl es hier sogar manchmal zu heiss ist, um rauszugehen.
Ich war nun eine Woche mit meinem italienischen Gastschüler mit im Unterricht und bin doch ganz froh in Deutschland in die Schule zu gehen. Der freie Samstag fehlt einem hier schon. Ich gehe hier auf ein "Liceo Linguistico" (ein "Sprachgymnasium"), wo die Schüler fünf Sprachen lernen müssen. Das hilft mir insofern, als dass ich in Englisch, Französisch und natuerlich Deutsch etwas mehr verstehe als in den italienischsprachigen Fächern, obwohl ich mittlerweile auch überraschend viel Italienisch verstehe.
Meine Mitschüler haben mich sehr freundlich aufgenommen und auch die meisten Lehrer geben sich Mühe mir den Unterricht verständlich zu machen. Ich habe schon viele neue, nette Leute kennengelernt, trotz meines nicht wirklich vorhandenen Italienisch' und den Problemen der Italiener mit dem Englischen.
Eine angenehme Eigenart der italienischen Schule ist anscheinend auch die Angewohnheit den Unterricht grundsätzlich mit stillem Einverständnis des Lehrers 30 Minuten spaeter zu beginnen als vorgesehen. Soweit zur Schule in Italien...
Meine Gastfamilie könnte ich mir kam besser vorstellen: Eine typische italienische Grossfamile, wie man sie sich in Deutschland vorstellt, 5-8 Leute sind immer zum Essen da, was natuerlich von der Grossmutter der Familie gemacht wird.
Männliche Familienmitglieder beteiligen sich grundsätzlich weniger an der Hausarbeit, obwohl ich mittlerweile dafuer zuständig bin, den traditionellen "Caffè" (bei uns Espresso) nach dem Mittagessen zu kochen, was mir nach anfaenglichen Schwierigkeiten und Unfaellen trotz Einweihung in die Geheimnsse des italienischen Caffès, jetzt recht gut gelingt.
Das wars dann erstmal aus Bella Italia.
A più tardi e tanti saluti d'Italia!
Ciao!
Felix
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