WEIDIGSCHULE


Mitteilungen der Weidigschule Butzbach Nr. 3/1999 15.03.1999


Liebe Eltern, liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Freunde und Förderer der Weidigschule!

Nachdem zwischen unserer letzten und der vorletzten Ausgabe der Weidig-Mitteilungen eine zu große Zeitspanne lag, sind wir nun in der glücklichen Lage, Ihnen noch vor den Osterferien die Ausgabe 3/99 präsentieren zu können. Auch diese Ausgabe enthält – ebenso wie die im Februar erschienene – noch einige Beiträge, deren Ursprung ein paar Monate zurückliegt. Damit sind wir jedoch nun auf dem Laufenden und hoffen, Ihnen ab der nächsten Veröffentlichung immer aktuelle Beiträge zu liefern.

Das "wir" im vorigen Absatz bezieht sich auf den Schulleiter der Weidigschule als bisherigen "Redakteur und Herausgeber" und auf Frau Kaufmann, die sich unmittelbar nach dem Erscheinen der letzten Ausgabe auf die Stellenanzeige im Vorspann gemeldet hat. Frau Kaufmann wird ab sofort die Redaktion der "Mitteilungen" übernehmen und wartet gespannt auf die nächsten Beiträge, die ihr über das Sekretariat der Schule zugehen können. Ein herzlicher Dank geht an drei weitere Interessenten für den Redaktionsjob!

Viel Spaß beim Lesen und wunderschöne Osterferien wünscht Ihnen das Redaktionsteam!

Mit freundlichen Grüßen
                                  gez. R. Laasch


 

Termine

März 1999

19.03.99, nach der 3.St.

Osterferien bis zum 11.04.99

 

April 1999

30.4.99  

Ende der Kursphase Jg 13

 

Mai 1999

04. – 07.05.99

schriftliches Abitur

06.05.99 Bibliothek geschlossen

12.05.99  

Wandertag, Abiturkorrekturtag

13.05.99  

unterrichtsfrei (Himmelfahrt)

14.05.99   unterrichtsfrei (bew.Ferientag)
24.05.99   unterrichtsfrei (Pfingsten)
25.05.99   unterrichtsfrei (bew.Ferientag)

 

Juni 1999

03.06.99  

unterrichtsfrei (Fronleichnam)

04.06.99  

unterrichtsfrei (bew.Ferientag)

10.06.99   mdl. Abitur, unterrichtsfrei

11.06./14.06.99

mdl. Abitur (Unterricht nach Plan)

21./22.06.99

Zeugniskonferenzen

23.06. – 28.06.99

Projekttage

29.06.99, 15.00 – 18.00

Präsentationstag, Schuljahresabschlussfest

30.06.99, nach der 3.St.

Sommerferien bis zum 15.08.99

 

August 1999

16.08.99, 1./2.St.

Klassenlehrerunterricht

16.08.99, 3.-6.St.

Unterricht nach Plan

26.08. – 03.09.99

Auslandsfahrten Jg 13

26.08.99, 19.30

Elternabende Jg 7, 9, 11

27.08. – 03.09.99

Berlinfahrten Jg 12

30.08. – 03.09.99

Wanderwoche Jg 8, 10

30.08. – 03.09.99

1.Hilfe-Kurs Jg 11

31.08.99 Wandertag Jg 5,6,7,9

Verabschiedungen und Neuanfänge

Friedel Herbel

Mit Ende des Schuljahres 1997/98 verabschiedete die Weidigschule Herrn Studiendirektor Friedel Herbel mit Vollendung seines 62. Lebensjahres in den Ruhestand.

Herr Herbel erblickte am 11. April 36 in Pohl-Göns das Licht der Welt, wo er 1942 auch eingeschult wurde. Fünf Jahre später trat er in die Weidigschule ein und legte hier 1957 sein Abitur ab. Direkt im Anschluss daran studierte er Mathematik und Biologie in Gießen. Während seines Studiums heiratete Herr Herbel. Nach seinem 1. Staatsexamen war er als Referendar an der Augustinerschule in Friedberg und dem Landgraf-Ludwigs-Gymnasium sowie der Liebigschule in Gießen tätig. 1966 legte er sein 2. Staatsexamen ab und wurde danach Studienassessor an der Theo-Koch-Schule in Grünberg.

1969 kehrte Herr Herbel als Studienrat an unsere Schule zurück, wo er fünf Jahre später zum OStR befördert wurde. Er nahm die Aufgaben des Fachbereichsleiters AFIII wahr und war zehn Jahre lang Bio-Fachvorsteher, 2 Jahre Studienleiter. Für die Ausübung der Fachbereichsleiterfunktion war er vom fachlichen, verwaltungsmäßig-organisatorischen und menschlichen Gesichtspunkt her gesehen immer bestens geeignet. Die Ausübung seiner Aufgaben war stets eingebettet in eine umsichtige Amtsführung und eine soziale und nach Gerechtigkeit strebende Grundhaltung. Hilfsbereitschaft und Kooperationswillen kann man als Markenzeichen Herrn Herbels nennen; der Umgang mit ihm war stets herzlich und offen. Im November 84 wurde er zum Studiendirektor ernannt.

Wir wünschen Herrn Herbel für seinen wohlverdienten Ruhestand alles Gute und beste Gesundheit. [La/Kn]

 

Günter Bidmon

Den im Jahre 1941 in Mähren geborenen Altphilologen Oberstudienrat Günter Bidmon verabschiedete die Weidigschule zum Ende des Schuljahres 1997/98 in den Ruhestand.

Herr Bidmon kam 1946 nach Hessen, wo er bis 1952 die Volksschule Gambach besuchte. Danach war er Schüler unserer Weidigschule und der St.-Albert-Schule in Königstein. Sein Abitur bestand er 1961 an der Augustinerschule in Friedberg. Sofort danach begann er in Marburg sein Studium der Altphilologie. Das entsprechende Referendariat schloss sich an der Augustinerschule und dem Landgraf-Ludwigs-Gymnasium an.

Herr Bidmon unterrichtete seit 1971 an der Weidigschule die Fächer Latein, Griechisch, Mathematik und katholische Religion. 1976 begann er, Griechisch-Sprachkurse an der Uni Gießen anzubieten und "Griechisch für Theologen" zu lehren. Diesen Nebentätigkeiten widmete er sich bis vor fünf Jahren. Sein Organisationstalent konnte er vor allem auch bei zahlreichen Studienfahrten in den Mittelmeerraum und bei Vorträgen zur mediterranen Kulturwelt einsetzen. Sein von Freundlichkeit, Zuverlässigkeit und Korrektheit geprägtes Wesen ermöglichte ihm, viele Studien- und Universitätskontakte zu knüpfen und auszubauen. Herr Bidmon wusste stets, was er wollte und vertrat seinen eigenen Standpunkt auch beharrlich; er war für seine Debattierfreudigkeit bekannt. Sein überdurchschnittliches Engagement wurde zu unserem Bedauern durch gesundheitliche Probleme gebremst, so dass sich Herr Bidmon entschloss, einen Antrag auf Pensionierung zu stellen.

Wir wünschen ihm für die Zukunft vor allem viel Ruhe und Erholung, damit es ihm gelingt, seine Gesundheit wiederherzustellen. [La/Kn]

 

Silvia Schröder-Speitkamp

Das Lehrerkollegium hat am 1. Februar Zuwachs bekommen. Frau Studienrätin Silvia Schröder-Speitkamp hat an diesem Tag ihren Dienst an der Weidigschule angetreten. Sie unterrichtet die Fächer ev. Religion und Französisch und war vorher an der Main-Taunus-Schule in Hofheim tätig. Wir wünschen ihr viel Erfolg bei ihrer Arbeit und einen guten Start in unserer Schule. [La]

 

Isolde Noack

Am 23. Dezember 98 verließ Frau Isolde Noack nach fast 25 Jahren Dienstzeit die Weidigschule. Frau Noack war Sekretärin des Studienleiters und erledigte ihren Sekretariatsdienst "an der Theke". Sie bewahrte ihre Ruhe und ihren Humor auch bei größtem Schüleransturm, ihre eigenverantwortliche Beratung und Hilfe für Oberstufenschüler war auch in Stresssituationen stets vorbildlich, obwohl sie gerade diesen manchmal auch bestimmt und kritisch gegenüber trat, vor allem wenn Unpünktlichkeit oder Schlamperei im Spiel war. Bei jungen Schülerinnen und Schülern war sie immer sehr freundlich, mitfühlend und hilfsbereit; schließlich müssen sich diese ja erst noch richtig eingewöhnen! Aber nicht nur mit den Schülerinnen und Schülern hat Frau Noack Geduld bewiesen, sondern auch im Umgang mit dem Schulleiter, dem Studienleiter, den Tutorinnen und Tutoren. Gerade gegenüber dem Studienleiter fand Frau Noack ab und zu auch kritische Worte, da er ihrer Meinung nach zu gutmütig sei. Bei Herrn Laaschs Einstieg als Schulleiter in die Schule war sie ihm eine sehr große Hilfe, vor allem auch dadurch, dass sie immer darauf bedacht war, dass Arbeiten nicht erst in letzter Minuter erledigt wurden. Sie achtete stets auch auf vollständige Unterlagen.

Bei ihrem Abschied hat Frau Noack einen geordneten Arbeitsplatz hinterlassen. Nur ein Problem gibt es jetzt: Wer gießt künftig die Blumen? Wir, die Schulgemeinschaft der Weidigschule, sind Frau Noack für ihr engagiertes Tun und Handeln zu großem Dank verpflichtet. Wir werden sie sicher nicht vergessen und hoffen natürlich, dass auch sie "ihre" Weidigschule nicht vergisst. Für ihren Ruhestand wünschen wir ihr vor allem gute Gesundheit.

Als Nachfolgerin von Frau Noack trat am 04. Januar 99 Frau Ute Buß in den Dienst der Weidigschule. Wir wünschen ihr einen guten Einstieg und viel Freude an ihrer Arbeit. [La/Kn]

 

Johann Nanzig

Nach 36 Jahren und 7 Monaten Dienst an der Weidigschule in Butzbach wurde der langjährige Hausmeister Hans (Johann) Nanzig zum 28. Februar 99 in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Schulleiter Reiner Laasch sowie Vertreterinnen und Vertreter des Wetteraukreises, der Lehrerinnen und Lehrer, der Schülerinnen und Schüler sowie der Elternschaft der Weidigschule würdigten die lange Treue von Hans Nanzig zu "seiner" Schule. Hans Nanzig absolvierte nach dem Besuch der Butzbacher Volksschule von 1951 an eine Lehre als Betriebsschlosser bei der Firma Pintsch-Bamag, bevor er 1962 vom Wetteraukreis als Hausmeister für die Weidigschule eingestellt wurde.

Eine einschneidende Veränderung war für Hans Nanzig im Jahre 1973 der Umzug der Schule in das neue Gebäude am Schrenzer. Dieser Neubau mit seiner umfassenden Haustechnik stellte den Hausmeister vor umfangreiche neue Aufgaben.

Hans Nanzig überdauerte mehrere Schulleiter, sah Schülerinnen und Schüler vieler Generationen heranwachsen und mit dem Abitur die Schule wieder verlassen und konnte einige der ehemaligen Schülerinnen und Schüler als Mitglied des Kollegiums wieder in der Schule begrüßen. Alle Gratulanten zur Verabschiedung hoben das überaus freundliche Wesen des "alten Hausmeisters" hervor und wünschten ihm einen erfüllten Ruhestand bei bestmöglicher Gesundheit.

Mit Herrn Nanzig verließ auch seine Frau die Dienstwohnung an der Weidigschule. Auch bei Frau Nanzig bedankten sich die Teilnehmer an der Abschiedsfeier für ihre langjährige Treue zur Schule im Dienste des Wetteraukreises.

Rechtzeitig zum 15. Februar 1999 konnte der Nachfolger von Hans Nanzig, Herr Frömel, seinen Dienst an der Weidigschule antreten, die ihm viel Erfolg in seiner verantwortungsvollen Aufgabe an einer großen Schule wünscht. [La]

 


"Bibliotheksseite"

Schulbibliothek aktuell

Zwei Jahre nach der Eröffnung der Schulbibliothek können wir von einem neuen Rekord berichten: 8000 Bücher wurden in dieser Zeit in das Bibliotheksprogramm "Littera 2" aufgenommen. Damit können alle Bücher mit dem Barcode-Lesegerät ausgeliehen werden und – was viel interessanter ist – jedes Buch kann über mehrere Schlagworte abgerufen werden. Damit ist wissenschaftliches Arbeiten über Computer-Recherche möglich. Beispiel: Will man etwas über das Stichwort "Klima" erfahren, gibt man das Stichwort im Rechercheprogramm ein und erhält auf dem Bildschirm oder als Ausdruck alle Bücher-/Zeitschriftentitel, die das Stichwort "Klima" behandeln. Aufgrund der angegebenen Signatur ist jedes Buch in den Regalen zu finden, auch wenn sie unterschiedlichen Fachgebieten angehören. Auf die gleiche Weise ist die Suche nach Autoren und Buchtiteln möglich, auch die Suche mit Schlagwortkombinationen. Die Reservierung von Büchern im Verleihprogramm und das Mahnverfahren über den Computer sowie die Erstellung von Lesestatistiken sind weitere Möglichkeiten der Datenverarbeitung. Unsere Mitarbeiterinnen sind geschult und helfen gerne.

Seit Beginn dieses Schuljahres haben wir auch die so lang ersehnten Stühle. Endlich müssen wir nicht mehr auf einem Sammelsurium sitzen, sondern haben - übrigens sehr preiswerte – formschöne Stühle in unseren SB-Farben: blau und gelb. Danke, Herr Schönemund!

Darüber hinaus begrüßen wir zwei neue Mütter in unserer Bibliothek, die sich bereits eingearbeitet haben und in den Beruf zurückgekehrte Mütter ersetzen. An dieser Stelle nochmals vielen Dank an Frau Rau, Frau Risau, Frau Röhrig, Frau Pitz und Herrn Wichert. [Ky]

 

Wollen Sie...

... wissen, was die Bibliothek den Kindern alles bietet?
... sehen, wie dort unterrichtet wird?
... erleben, wie Lehrerinnen und Lehrer dort arbeiten?
... hören, wie leise es in der SB sein kann?
... lernen, wie man Bücher per Computer ausleiht?
... mitreden können, wenn vom Ehrenamt die Rede ist?
... andere Mütter kennenlernen, die dort helfen?
... Schüler beraten, die Bücher für ein Referat suchen?
... Kaffee trinken mit Ihrer Kollegin?
... mitreden können, wenn es um Elternarbeit geht?
... eines von 8555 Büchern in Ihrer Arbeitszeit lesen?
... mal im Internet surfen?
... mal raus zu Hause?

.....dann unterstützen Sie uns in der Schulbibliothek als eine von 22 Müttern, die von montags bis freitags von 8 bis 10.30 Uhr oder von 10.30 bis 13 Uhr dort Aufsicht führen, Bücher ausleihen und ... siehe oben! (Informationen unter 06033/921520 (Schulbibliothek, vormittags) oder 06033/16515 (Bibliotheksleitung, nachmittags). Wir freuen uns auf Ihre Mitarbeit! [Ky]

 

"Wer das erste Knopfloch verfehlt, kommt mit dem Zuknöpfen nicht zu Rande"

...ist einer von 52 Wochensprüchen, mit denen die Schulbibiothek (SB) durch das Goethe-Jahr führt.

Wöchentlich gibt es eine neue Weisheit des 250-jährigen Jubilars an der Bibliothekswand, am schwarzen Brett, im Lehrerzimmer und auf der Homepage der SB im Internet.

Mal geistreich, mal weise, mal witzig wollen wir Goethe präsentieren und so die Aufmerksamkeit auf ihn lenken. Der LK Deutsch/13 hat als Abschlussarbeit des Kurshalbjahres "Faust" eine kleine Ausstellung in der Schulbibliothek aufgebaut - Goethe und seine Nachwirkungen in den Naturwissenschaften, Werke von ihm und über ihn, sein Leben und Meilensteine seiner Forschungen sind Aspekte dieser Ausstellung, die bis zu den Osterferien zu sehen ist. [Ky]

 

Reinigungsaktion in der Schulbibliothek

Da das Reinigungspersonal der Weidigschule in der SB lediglich für das Sauberhalten des Fußbodens zuständig ist, sind immer wieder Eltern gefordert, sich beim jährlichen Großreinemachen einzubringen. Die Mütter, die die Bibliothek mit betreuen, können die für den 6. Mai geplante Aktion kaum alleine bewältigen. Es wäre sehr schön, wenn sich Eltern bereit erklärten, hier unterstützend einzugreifen. An diesem Putztag sollen in der Zeit von 9 bis 12 Uhr z.B. alle Bücherregale ausgewischt werden. Wer dabei mithelfen möchte, soll sich bitte telefonisch vormittags in der Bibliothek unter 06033/921520 oder nachmittags bei der Bibliotheksleitung unter 06033/16515 melden. Wir alle würden uns über Mithilfe sehr freuen. [Ky]

 

Hessischer Schulbibliothekstag am 11. März 99 in Schwalbach

Beim Hessischen Schulbibliothekstag waren von der Weidigschule als Referenten Frau Krystek-Theissen und Herr Laasch vertreten, als Bibliotheksmütter Frau Litschel und Frau Soldat. Einen Einführungsvortrag hielt der Präsident der "Stiftung Lesen" Professor Ring. Der Schirmherr der Tagung, Kultusminister Holzapfel, wurde an diesem Nachmittag von einem Delegierten des Ministeriums vertreten, der auch den Sonderpreis der "Landesarbeitsgemeinschaft Hessische Schulbibliotheken" (LAG) an die SB der Weidigschule verlieh. Dazwischen gab es Arbeitsgruppen zur Leseförderung und zu vielen Themen in der Schulbibliothek und drumherum. Erwartet wurden 250 Teilnehmer aus ganz Hessen. Wir berichten in unserer nächsten Ausgabe ausführlich. [Ky]

 


Schuljahresabschlussfest 1998

Aktive Tierschützer

Für das Sommerfest 1998 an unserer Schule hatte sich die Klasse 6c überlegt, eine Dosenwurfbude aufzubauen. Dieses Vorhaben setzten wir dann auch in die Tat um. Mit vielen Preisen, gespendet von Butzbacher Geschäften, wurde unser Stand ein voller Erfolg. Wir hatten uns schon vorher überlegt, was wir mit den Einnahmen machen könnten und waren zu dem Entschluss gekommen, das Geld dem Tierheim Butzbach zu spenden. So konnten wir am Samstag, den 18. Juli 98, insgesamt 153,59 DM an Herrn Lützer vom Tierschutzverein Butzbach überreichen. [Zi]

 

Aktion zugunsten von Straßenkindern in Bombay

Die Klassen 7, die im Schuljahr 1997/98 am ev. Religionsunterricht von Frau Dörr-Eheim teilgenommen haben, beschäftigten sich im Vorfeld des Schuljahresabschlussfestes 98 intensiv mit den Lebensbedingungen von Kindern in der Dritten Welt, der Problematik von Kinderarbeit und mit Kinderrechten. Vor dem Hintergrund dieses Wissens entschieden sich die Schülerinnen und Schüler, aktiv ein bestimmtes Projekt zu unterstützen. Man wählte dann das Programm der Nicht-Regierungsorganisation "Voice" in Bombay aus und hier konkret das Projekt "Schule auf dem Bahnsteig", das von der Hilfsorganisation terre des hommes unterstützt wird.

Aufgabe dieses Projektes ist es, auf insgesamt sechs Bahnhöfen Bombays Kindern Unterricht zu erteilen, die sonst keine Lobby haben. Es sind Straßenkinder, die hier Schuhe putzen, Müll einsammeln oder auch Blumen verkaufen. Für sie ist das Bahnhofsgelände ihr Zuhause. Die Projektmitarbeiter haben erkannt, dass sie die Kinder nicht daran hindern dürfen, ihrer Arbeit nachzugehen, da sie nur bleiben, wenn sie erkennen können, dass es um sie selbst geht. Dann ziehen sie auch andere, die vielleicht noch unsicher sind, mit in dieses Angebot. Ziel ist, möglichst vielen Kindern die Integration in die formale Schule zu ermöglichen. Unterrichtet wird an sechs Tagen pro Woche, je zweieinhalb Stunden lang, mitten auf dem Bahnsteig. Die Zahl der teilnehmenden Jungen ist viel höher als die der Mädchen, da sie in einem solchen Umfeld wesentlich gefährdeter sind.

Genau für dieses Projekt haben die Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 am Schuljahresabschlussfest unter anderem Freundschaftsbändchen verkauft, ein Ratespiel veranstaltet und Schuhe geputzt. Der Aufwand hat sich gelohnt: Es kamen 475 DM zusammen, wobei zu dieser Summe auch ein Teil der Einnahmen eines Flohmarktes beitrug, den ein Religionskurs von Frau Cirsovius (Klasse 5) veranstaltete. Terre des hommes bedankte sich mit einem Schreiben bei allen Schülerinnen und Schülern sowie Frau Dörr-Eheim für das Engagement und die Unterstützung der Borivali-Schule vor Bombays Bahnhöfen. [DE/Kn]

 


"Preise" für die Weidigschule

Spende der Sparkasse Wetterau

Auch 1998 ließ die Sparkasse Wetterau verschiedenen Schulen eine Spende zukommen; dieses Mal waren die weiterführenden Bildungseinrichtungen ausgewählt worden. Bis auf eine Ausnahme wurde das Geld allen mit Spenden bedachten Schulen auf ihr Schulkonto überwiesen. Nur an einer einzigen Schule sollte die Spende in einem öffentlichen Akt in Anwesenheit von Vertretern des Schulträgers, der Schulaufsicht, der Kommune und natürlich der Schule selbst übergeben werden und dies war zu unserer Freude die Weidigschule.

Die feierliche Spendenübergabe fand dann am Montag, dem 14. Dezember 98 um 12,30 Uhr in der Schulbibliothek statt. Eingeladen waren alle Kolleginnen und Kollegen, die unterrichtsfrei hatten, die Klasse 9d als Zuhörer sowie die Vertreter von Personalrat, Schulelternbeirat und Schülerrat. Musikalisch wurde die Veranstaltung durch die Bigband unter Leitung von Herrn Mohr umrahmt.

Herr Laasch begrüßte als Gäste Herrn Bürgermeister Veith, Herrn Wagner, den Vorsitzenden der Vereinigung Wetterauer Bürgermeister, Herrn Bayer, Schuldezernent des Wetteraukreises, Herrn Becher, Schulamtsdirektor beim Schulamt, Herrn Loch vom Schulverwaltungsamt sowie die Herren Gröb, Dr. Stobbe und Meisinger als Vertreter der Sparkasse Wetterau. Selbstverständlich war auch die Presse vertreten.

Nach der Begrüßung durch Herrn Laasch stellte er die angespannte finanzielle Situation der Schulen dar und zeigte ein Szenario über die mögliche Verwendung der Spende auf. So sei es denkbar, einen Teil des Geldes für dringend notwendige Malerarbeiten zu investieren, vielleicht ein neues Physikgerät anzuschaffen, in Lehr- und Lernmittel zu investieren oder aber Projekte zu unterstützen, die immer wieder durch das Raster fallen, wie beispielsweise die Netzwerkwartung. Letztlich würde aber die Schulgemeinde über den Einsatz des Geldes entscheiden.

Herr Laasch versicherte den Vertretern der Sparkasse Wetterau, dass ihre Spende so effektiv wie möglich eingesetzt wird. Er hob in seiner Rede die Nähe dieses Unternehmens zur Weidigschule hervor und bedankte sich im Namen der Schulgemeinschaft für das auch durch diese Geste zum Ausdruck gebrachte Vertrauen. Abschließend ist noch zu erwähnen, dass die Spende in Höhe von 3500,- DM derzeit für die Bezahlung der Internetkosten (Telefon- und Onlinegebühren) verwendet wird. [La/Kn]

 

Weidigschülerin erhält "Jugend schreibt"-Preis

Sara Roller aus Gambach, Schülerin der Klassenstufe 13, erhielt im November 98 den "Jugend schreibt"-Preis der FAZ als eine von zwei Preisträgern für ihre herausragende journalistische Arbeit.

Als ausgezeichnete Arbeiten bezeichnete Jürgen Jeske, einer der Herausgeber der FAZ, am 19.11.98 die Texte von Sara Roller, die unter der Leitung von Studienrätin Ulrike Krystek-Theissen als eine von ca. 1200 Schülerinnen und Schülern am Projekt "Jugend schreibt" teilgenommen hat. Das einjährige Projekt ging im Februar 1998 zu Ende, und die beiden Preisträger dieses Jahres wurden bei der Einführungsveranstaltung für das nächste Projektjahr vom Herausgeber der FAZ und vom Leiter der FAZIT-Stiftung, die die Mittel für die Preise bereitstellt, geehrt und beglückwünscht. Der Preis besteht in einem Jahresstipendium über 12.000 DM, mit dem sich Sara Roller und der zweite Preisträger, Sebastian Wieskotten, ein Schnupperstudium ermöglichen können.

Saras Texte erschienen mehrfach auf der "Jugend schreibt"-Seite der FAZ. Besonders hob Jürgen Jeske die heiklen Themen und den mutigen und sachkundigen Umgang damit hervor. Sara, die 1998 bereits den Preis des deutschen "Club of Rome" und den Preis der Clermont-Müller-Reißner-Stiftung der Weidigschule erhielt, ist über diese hoch dotierte Anerkennung überglücklich.

"Hoffentlich habe ich nach dem Abi endlich Zeit zum Schreiben", sagt die Abiturientin des Jahres 1999, "jetzt komme ich kaum dazu, obwohl ich so viele Pläne habe." Weitere Texte von ihr sind in der Reihe Hessen-Bibliothek in dem Band "Jugend in Hessen", hrsg. von Hans Eichel, Ende 98 erschienen, unter anderem eine Reportage über Jugendliche in der JVA Rockenberg. Dass sie Journalistin werden will, steht für sie fest. In ihren Dankesworten an die FAZ, die FAZIT-Stiftung, das betreuende IZOP-Institut und an ihre Lehrerin Ulrike Krystek-Theissen resümierte sie: "Ohne das Projekt wäre ich nicht so sicher, dass das mein Weg ist." Herzlichen Glückwunsch, Sara Roller! [Ky]

 


Besondere außerschulische Leistungen

Weidigschüler im Bundesjugendorchester und im Jugendsinfonieorchester Hessen

Sebastian Krystek (Jahrgangsstufe 13) spielt seit 10 Jahren Trompete und war zwei Jahre lang Mitglied des Jugendsinfonieorchesters Hessen. Im Herbst 98 bestand er die Aufnahmeprüfung für das Bundesjugendorchester (BJO) und wirkt hier seit der Winterarbeitsphase 98/99 mit.

Das BJO besitzt als Deutschlands jüngstes Spitzenorchester einen hervorragenden Ruf. Es feiert in diesem Jahr sein 30-jähriges Bestehen, konzertiert mit international renommierten Dirigenten im In- und Ausland und vereinigt in sich die Elite der deutschen Nachwuchsmusiker, da es aus Mitgliedern aller Bundesländer besteht, die sich auf höchstem Niveau hierfür qualifiziert haben. Besonders bei Solinstrumenten (wie Trompete) ist die Möglichkeit, aufgenommen zu werden, äußerst begrenzt. Auch vor diesem Hintergrund stellt Sebastians Erfolg eine bemerkenswerte Leistung dar.

Als Jungstudent an der Musikhochschule Frankfurt studiert er das Fach Trompete neben seiner schulischen Arbeit, die ihn nun vor dem Abitur besonders fordert. Für jeweils drei Wochen in den Weihnachts-, Oster- und Sommerferien ist Sebastian mit dem Orchester zunächst in einer intensiven Arbeitsphase und anschließend für eine einwöchige Tournee und für CD-Einspielungen unterwegs. Nach der Neujahrstournee (Wiesbaden, Nürnberg, München, Villingen, Garmisch) konzertiert das Orchester nun in den Osterferien in Köln, Bremen, Osnabrück, Karlsruhe, Magdeburg und Berlin.

Vincent Stier (Klassenstufe 12) ist als Posaunist inzwischen Mitglied des Jugendsinfonieorchesters Hessen, das nach der Osterarbeitsphase Konzerte in Darmstadt, Rüsselsheim, Bad Karlshafen und Gießen (5.4.99) gibt. [Si/Ky]

 

Teilnahme eines Weidigschülers an der Physikolympiade 1998/99

Alexander Rothkegel (Jahrgangsstufe 13) hat erfolgreich an der ersten Runde der Internationalen Physik-Olympiade 1998/99 teilgenommen und sich für die zweite Runde qualifiziert.

Diese Schülerolympiaden finden regelmäßig statt. Es sind Wettbewerbe, bei denen es um das Lösen physikalischer Aufgaben geht. Jeder teilnehmende Staat entsendet eine Mannschaft von fünf Schülern, die sich in einem mehrstufigen Verfahren qualifiziert haben. Die Auswahl der bundesrepublikanischen Mannschaft wird vom Institut für Pädagogik der Naturwissenschaften an der Uni Kiel in Zusammenarbeit mit anderen Stellen durchgeführt und erstreckt sich über vier Runden.

Die Aufgaben der ersten und zweiten Runde sind jeweils in Hausarbeit zu lösen. Die dritte Runde stellt ein mehrtägiges Seminar dar, zu dem die 50 bis 60 Bestplatzierten aus der zweiten Runde eingeladen werden. Ein einwöchiges Seminar, an dem etwa 15 Schülerinnen und Schüler teilnehmen können, bildet später die vierte Runde. Die fünf Besten der vierten Runde fahren dann zur Olympiade. Darüber hinaus durchlaufen die Teilnehmer der 4. Runde auch das Auswahlverfahren zur Aufnahme in die Studienstiftung des deutschen Volkes. Die Deutsche Physikalische Gesellschaft verleiht ihren Schülerpreis an Teilnehmer dieser vierten Runde.

Alexander hat auch die Aufgaben der zweiten Runde bearbeitet und eingeschickt, hier aber leider nicht so viele Punkte erreicht, wie für einen Preis nötig gewesen wären. Er hat keine Rückmeldung über die erreichte Punktzahl und keine Korrektur seiner Aufgaben erhalten. Aber trotz seines Ausscheidens in diesem Stadium stellen seine Teilnahme und sein Erfolg in der ersten Runde eine enorme Leistung dar, die es uneingeschränkt zu würdigen gilt. Weiter so! [Gn/Kn]

 


Sportliche Aktivitäten

Weit gekommen ...

ist Charles Friedek, ehemaliger Weidigschüler, mit seiner persönlichen Bestleistung im Dreisprung von 17,18 Metern. Bei den Hallenweltmeisterschaften in Maebashi (Japan) errang er am 5. März zum dritten Mal nach Johannesburg und Moskau einen Titel und 50000 Dollar Siegprämie. Der gebürtige Gießener, der in Langgöns aufgewachsen ist, besuchte die Weidigschule von 1984 - 1991 und schloss seine Schullaufbahn mit einem
15-Punkte-Sportabitur ab. Natürlich erinnern sich einige Lehrer an ihn. Herrn Röhrig fällt bei dem Gedanken an den Siebtklässler sofort ein, dass dieser zunächst ziemlich lustlos war, selbst in Sport. Erst als Charles merkte, welche athletischen Möglichkeiten in ihm steckten, entwickelte er seinen Ehrgeiz.

Über hervorragende Leistungen im Laufen kam er schon während der Schulzeit zum Dreisprung, woran sich Herr Nandzik gut erinnern kann. Herr Sternagel, der Charles wechselnd in Sport und Mathematik zwischen Klasse 10 und 13 unterrichtete, berichtet von ihm als einem ruhigen, zurückhaltenden, sehr guten Sportschüler. Daran erinnert sich auch Herr Rautmann, der ihn als Einzelgänger beschreibt, was nach seiner Auffassung auch typisch für die Einzelkämpfer im Sport gegenüber den Mannschaftssportarten ist. Herr Reuhl, der Charles in seiner Butzbacher Gruppe "Jugend trainiert für Olympia" betreute, weiß heute noch, dass Charles selbst bei Verletzungen hart trainierte, sehr ehrgeizig war und für die hessische Leichtathletikjugend einer große Stütze darstellte. Dass er nun tatsächlich bei den Olympischen Spielen Chancen hat, ist sicher die Erfüllung eines Traums.

Heute startet der jetzt 27-Jährige für Bayer Leverkusen, wo er seit Jahren zäh trainiert. Vorher war er bei der LG Frankfurt, wo er bereits mit 19 Jahren 16,34 Meter sprang. Ständige Verletzungen behinderten seine Karriere, die nun zu einem wahren Durchbruch gelangt ist. "Ich muss erst einmal realisieren, was für ein Glück ich in der letzten Zeit habe", sagte er in einem Interview mit der FAZ vom 6.3.99. Dass er noch Reserven hat, sagt er selbst und hofft auf die Olympischen Spiele. Doch auch ans Alter denkt er schon. Gefragt, was er mit dem plötzlichen Geldsegen anfängt: "Es gibt ein Leben nach dem Sport", sagt er wohl überlegt. Die Weidigschule kann stolz sein auf ihren Ehemaligen, der es in diesem Sinne sicher so weit gebracht hat, wie kein anderer Weidigschüler vor ihm. 17,18 Meter ist eine stolze Leistung. Sein Tipp: "Geschwindigkeit beim Anlauf ist alles!" Ein Ansporn für alle Weidigschüler? Vielleicht! [Ky]

 

Weidigschüler Hessischer Meister im Mehrkampf

Sebastian Knop (Jahrgangsstufe 11) belegte bei den Hessischen Mehrkampfmeisterschaften 1998 am 4. und 5. Juli 98 den 1. Platz und wurde damit Hessischer Meister. Herzlichen Glückwunsch, Sebastian! [Kn]

 

Zwei Mal nur Zweiter

Im Rahmen des Schulsportprogramms "Jugend trainiert für Olympia" mussten sich im Handball der Jungen der Wettkampf II (83-84) und der Wettkampf III (84-86) als Kreissieger beim Regionalentscheid im Februar 99 mit dem undankbaren zweiten Platz zufrieden geben, obwohl in beiden Teams das Potential zu einer besseren Platzierung vorhanden war.

Der Wettkampf II fand in der Sporthalle der Gesamtschule West in Friedberg statt und mit vertreten waren die Wetterbergschule aus Wettenberg, die Gesamtschule Schwingbach aus Rechtenbach und die Weidigschule. In Tor standen von unseren Schülern Nelson Bergenthum und Adrian Holzfuß. Der Wettkampf III wurde in der Westerwaldhalle in Driedorf mit der Brüder-Grimm-Schule aus Gießen, der Adolf-Reichwein-Schule aus Pohlheim sowie der Gesamtschule Schwingbach aus Rechtenbach ausgetragen. Für unsere Schule stand Bastian Fitz im Tor. [Ra]

 

Tischtennis-Mannschaft für Hessenmeisterschaft qualifiziert

Der Wettkampf II (82-84) der Jungen im Tischtennis, der erstmalig in der Weidigschule zusammengestellt werden konnte, ging beim Kreisentscheid in Steinfurth souverän mit 3:0, 15:0 Punkten und 30:2 Spielen als Sieger hervor. Der Mannschaft gehören an: Nelson Bergenthum, Adrian Buss, Frederik Buss, Christian Löffler, Fabian Moritz und Geert Steffens. Geleitet wird die Gruppe von Bernd Mitteis.

Zum Regionalentscheid in der Grundschule Haiger traten die Anne-Franke-Schule Linden, die Johann-Textor-Schule Haiger und die Brüder-Grimm-Schule Kl.-Linden gegen die Weidigschule an. Mit deutlichem Abstand in Punkten und gewonnenen Spielen landete das hervorragend eingespielte Team der Weidigschule auf dem ersten Rang und qualifizierte sich damit für den Hessenentscheid am 17. März in Rüsselsheim. Mit Horst Rautmann siegten folgende Spieler: Nelson Bergenthum (TSV Langgöns), Adrian Buss (TTC Dorheim), Timo Gmell (o. Verein), Christian Löffler (TTC Bad Nauheim), Fabian Moritz (TV Großen-Linden) und Geert Steffens (TSV Langgöns). [Ra]

 


Schülerkontakte

Kooperation mit der Schule für Blinde und Sehbehinderte in Friedberg

Diese Kooperation hat ihren Ursprung in einem zufällig vor fast zwei Jahren geknüpften Kontakt aufgrund eines Schreibens an die SV der Weidigschule. Angeregt wurde hier eine gemeinsame Paddeltour von Behinderten und Nichtbehinderten, um u.a. das gegenseitige Verständnis zu fördern und Gemeinsamkeiten zu erkennen.

Seit der Projektwoche 97 wird diese Kooperation nun ausgebaut und stetig gepflegt. Zu Beginn der gemeinsamen Aktivitäten besuchten einige Schülerinnen und Schüler von Frau Schmitt, die an unserer Schule Bio und Chemie unterrichtet, die Schule in Friedberg und haben dort auch am Unterricht einer Klasse, die i.d.R. fünf bis sechs Schüler umfasst, teilgenommen. Vor allem im Musikunterricht waren unsere Schülerinnen und Schüler von den enormen Fähigkeiten der Behinderten begeistert. An einem Tag dieser Projektwoche wurde dann auch gemeinsam unter fachkundiger Leitung von Frau Schmitt gepaddelt, was ja ursprünglich das Hauptinteresse dieser Begegnung sein sollte. Natürlich bestanden anfangs Berührungsängste, die sich aber relativ schnell abbauen ließen.

Im Frühjahr 98 stand dann ein Besuch des Schlosses Freudenberg bei Wiesbaden mit dem Besuch einer Ausstellung über das Erleben der Welt mit allen Sinnen auf dem Programm, um sich noch intensiver mit den eingeschränkten Fähigkeiten von behinderten Menschen auseinandersetzen zu können. Zwischenzeitlich waren auch einige Schülerinnen und Schüler der Friedberger Blindenschule zum Gegenbesuch hier in Butzbach. Der mittlerweile intensive und freundschaftliche Kontakt brachte der Klasse 7 von Frau Schmitt auch eine Einladung zur Weihnachtsfeier 98 nach Friedberg ein. Es sollte eigentlich eine Weihnachtspoolparty werden, was aber wegen fehlender Badesachen sprichwörtlich ins Wasser fiel. Außer den Weidigschülern waren auch noch Schüler einer anderen Schule eingeladen. Trotz der nach Schüleransicht chaotischen Organisation wurde es ein recht witziger Abend, bei dem bestehende Kontakte aufgefrischt und neue geknüpft wurden. Übernachtet hat die Klasse der Weidigschule dann in der Gymnastikhalle, um am nächsten Morgen ziemlich kaputt nach Beendigung der Aufräumarbeiten den Heimweg anzutreten, zumal einige die Nacht durchgemacht hatten.

In der Projektwoche 1999 soll der Kontakt weiter gepflegt werden. Aktivitäten hierzu hat Frau Schmitt schon geplant und hofft auf rege Teilnahme seitens der Weidigschüler. Denn eines ist ganz klar, eine solch intensive Beschäftigung mit behinderten Menschen ist eine wichtige Erfahrung gerade für junge Leute. Diese gemeinsamen Unternehmungen schlagen natürlich auch finanziell zu Buche. Deshalb freuen sich die Initiatoren über jede zweckgebundene Spende. Wenn Sie dieses Projekt unterstützen möchten, so wenden Sie sich doch bitte an Frau Schmitt oder an die Elternbeiratsvorsitzende, Frau Schrader. Selbstverständlich erhalten Sie für eine Spende auch eine entsprechende Bescheinigung. [Sh/Kn]

 

Schüleraustausch mit einer Schule in Kalifornien

Vor fast einem Jahr fand ein Schüleraustausch zwischen der Weidigschule und der James Logan High School in Union City in Kalifornien statt. Von den ca. 130 Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 11 hatten sich 29 für diesen Austausch gemeldet. Die Vorgabe des amerikanischen Lehrers besagte aber, dass nur 15 teilnehmen könnten. Da keine Kriterien gefunden werden konnten, die man einer Auswahl hätte zugrunde legen können, musste das Losglück über Teilnahme oder Nichtteilnahme entscheiden.

Die Schülerinnen und Schüler unserer Schule verbrachten dann die Zeit vom 12. März bis 3. April 98 in den USA. Sie hatten an der James Logan High School ihren eigenen Stundenplan, der sich weitgehend an ihren Wünschen orientierte, wobei der verantwortliche amerikanische Lehrer darauf achtete, dass – vom Fach Deutsch abgesehen – höchstens zwei Schülerinnen oder Schüler pro Kurs eingeteilt wurden. In den Deutschkursen trugen sie ihre in Gruppen vorbereiteten Themen vor, wie z.B. ein Video über die Weidigschule und den deutschen Schulalltag, Dias über Butzbach und Umgebung, einen Bericht über das Freizeitverhalten deutscher Jugendlicher; eine Gruppe hatte sogar eine Homepage für das Internet speziell für diesen Schüleraustausch erstellt. Es fanden auch Diskussionsrunden statt, die deutsche Schülergruppe wurde für die Schülerzeitung interviewt und vieles mehr. Jeden Morgen traf sich Herr Wink mit seiner Gruppe, um organisatorische Fragen zu klären, Aufgaben, die den amerikanischen Schulalltag betrafen, zu stellen oder auch nur, um die Gesamtgruppe zu sehen.

Neben den Fahrten der deutschen Gruppe nach San Francisco und zu der Uni in Berkeley gab es zwei weitere "field trips" zusammen mit den amerikanischen Partnern, sowie zwei Wochenendausflüge zum Lake Tahoe und zum Yosemite National Park, bei denen auch die amerikanischen Eltern teilnahmen, die dadurch enger in den Austausch eingebunden waren. Die Zusammensetzung unserer Gruppe war ausgesprochen gut gelungen, sowohl was das Verhalten der Schülerinnen und Schüler betraf als auch unter gruppendynamischen Aspekten; dies sahen auch der amerikanische Lehrer und die Gastfamilien so.

Der zweite Teil des Schüleraustauschs fand dann in der Zeit vom 15. Juni bis 3. Juli 98 statt. Die amerikanischen Schülerinnen und Schüler besuchten die Weidigschule Butzbach. Sie wurden am Frankfurter Flughafen von ihren Austauschpartnern und deren Familien empfangen und herzlich begrüßt. Gleich an nächsten Tag fand die erste gemeinsame Aktivität statt – ein Brunch in der Schule. Bereits am Abend zuvor hatten die meisten bei einer Schülerin oder einem Schüler das Weltmeisterspiel Deutschland – USA gesehen, wobei die Gastgeber ihre Partner trösten mussten. Neben der Teilnahme am Unterricht der Weidigschule standen viele Ausflüge und andere Unternehmungen auf dem Plan. Die Gruppe wurde z.B. vom Bürgermeister im Butzbacher Rathaus empfangen, nahm an einer Stadtführung teil, fuhr Kanu auf der Lahn, besichtigte Heidelberg und Frankfurt und unternahm eine Schifffahrt auf dem Rhein.

Der Besuch hat der amerikanischen Gruppe sehr gut gefallen und welche Eindrücke die Schülerinnen und Schüler mit in die USA nahmen, lässt sich an der folgenden Auswahl von Zitaten nachvollziehen. "Unsere Partner dürfen so spät nach Hause kommen." "Die Geschäftsleute haben uns immer sofort als Touristen erkannt." "Die Jugendlichen haben hier viel mehr Freiheit als wir." "Es gibt hier viel weniger Autos, die kaputt sind."

Der nächste Schüleraustausch mit der genannten Schule in Kalifornien soll im Schuljahr 1999/2000 für die jetzige Jahrgangsstufe 10 stattfinden. Im Moment finden diese Begegnungen im einem 2-Jahres-Rhythmus statt, so dass nicht alle Klassen die Möglichkeit zur Teilnahme haben. Die Weidigschule ist noch auf der Suche nach einer weiteren amerikanischen Austauschschule, damit jedes Jahr eine Austauschmöglichkeit besteht. Voraussetzung hierfür ist, dass die Schule in Amerika Deutsch als Unterrichtsfach anbietet, denn dies ist eine Forderung von GAPP (German American Partnership Program), einer Abteilung des Pädagogischen Austauschdienstes in Bonn. [Wk/Kn]

 


Musikalisches

RadioPraxis, ein Pausenradioprojekt

Wie allen bekannt, gibt es auch an der Weidigschule eine Pausenradio-Arbeitsgruppe. Unser Radio Aktiv wird von Herrn Gerhard Sann betreut und entstand bereits 1990 in der Projektwoche. Es wird seitdem auf freiwilliger Basis von Schülerinnen und Schülern weitergeführt. Organisiert wird Radio Aktiv von einzelnen Sendegruppen, die sich untereinander absprechen. Zur Zeit senden vier Teams, drei mit zwei Schülern und ein Team mit drei Schülerinnen. Alle, bis auf einen Schüler aus der 12. Jahrgangsstufe, sind in der 11. Klasse. Besonders erwähnenswert ist, dass momentan in jeder Gruppe zwei bis drei Schüler/innen aus der 10. Klasse hospitieren, die sich in Technik, Moderation und Gestaltung einer Sendung einarbeiten wollen. Nach ihrer Anlernzeit möchten diese Schüler/innen eigene Sendeteams bilden.

Gesendet wird ein- bis zweimal pro Woche, immer in der ersten großen Pause. Wichtig wäre natürlich, regelmäßig zwei Mal pro Woche senden zu können, damit alle Teilnehmer der Pausenradio-AG regelmäßig beteiligt sind. Die Sendungen werden von einer beweglichen Anlage aus mit eigenen Boxen live moderiert und in der Aula von etwa 500 Schülerinnen und Schülern gesehen und gehört. Eine Sendung besteht je nach Gruppe aus zwei bis drei Musiktiteln, Geburtstagsgrüßen, Veranstaltungshinweisen, Umfragen oder kurzen Beiträgen über alle möglichen Themen.

Ein großes Motto der Radioarbeit ist "learning by doing". Alle Teams erarbeiten sich ihren eigenen Stil. Die Sendestation besteht aus einem fahrbaren Tisch, auf dem ein Mischpult, zwei CD-Player, ein Verstärker und ein Kassettendeck installiert sind. Zur Ausrüstung gehört noch ein Mikrofon und ein Vierspur-Mischgerät. Dieses Equipment kann auch jederzeit von den einzelnen Gruppen zur Produktion von Sendebeiträgen benutzt werden.

Leider konnte das Pausenradio Ende letzten Jahres nicht senden, da der Verstärker defekt war. Der Eigeninitiative der AG-Mitglieder ist es zu verdanken, dass das Gerät schnell wieder repariert werden konnte, denn sie haben für diesen Zweck Geld gesammelt. Es kam die stattliche Summe von über 200 DM zusammen, mit der außer der Reparatur auch ein neues Mikrofon finanziert werden konnte. Auf unserer Wunschliste steht jetzt nur noch ein neuer CD-Player, den wir in nächster Zeit anschaffen müssten, da einer der beiden zur Zeit eingesetzten nicht mehr zuverlässig arbeitet.

Bei der Sendelautstärke ist es natürlich immer ein Balanceakt, die Wünsche der meisten Zuhörer und die Akzeptanzschwelle anderer in Einklang zu bringen. Herr Sann lässt dann immer wieder die Lautstärke nach unten regulieren, um auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen. Auch in der Projektwoche 1999 wird das Projekt Pausenradio angeboten. Es wird dieses Mal jedoch nicht von Herrn Sann – der dann gerade ein Physikprojekt an der Uni Gießen betreut – geleitet, sondern von Herrn Pfarrer Wiegand. Die Pausenradio-Teams freuen sich bereits jetzt auf rege Teilnahme an dem Projekt und viel Spaß im Team. [Sa/Kn]

 

Response – Neue Musik macht Schule

Schülerinnen und Schüler suchen nach einer
RESPONSE, nach einer eigenen Antwort auf die Begegnung mit Neuer Musik. Response ist der Versuch, diese Schülerinnen und Schüler an moderne Musik heranzuführen. Der Grundgedanke dabei ist, dass jeder fähig ist, sich mit musikalischen Mitteln auszudrücken, musikalische Formen zu gestalten und zu erfinden, ähnlich anderen Kulturtechniken wie Malen und Schreiben. Der Hörwelt der Neuen Musik nähern sich die Schülerinnen und Schüler ganz praktisch mit Experimenten, Übungen und Improvisationen. Sie werden dabei betreut von professionellen Musikern.

Die Schülergruppen arbeiten jeweils zu bestimmten Bereichen, z.B. Vokal- oder Instrumentalbereich. Auch die Aufgabenstellungen reichen von Interpretationen von bestehenden modernen Werken bis hin zur Neugestaltung verschiedener Ideen und Stoffe.

Mit dem 11er Grundkurs der Weidigschule arbeiteten Gabriele Hasler (Jazz-Sängerin und Komponistin) und Odilia Rodach (Sängerin und Stimmpädagogin) zum Thema Vokalkompositionen zusammen. In mehreren Arbeitsphasen, die teilweise auch am Wochenende stattfanden, lernten die Schülerinnen und Schüler Grundlagen über ihre Stimme und deren Gebrauch. In Gruppen erarbeiteten sie verschiedene Lösungen zu vokalen Aufgaben, die Gabriele Hasler gestellt hatte. Die verschiedenen Übungen bereiteten die Schülerinnen und Schüler vor auf die eigentliche Aufgabenstellung, in deren Mittelpunkt das Wort Sonett stand. Hiermit war aber nicht nur die literarische Form gemeint, aus der sich verschiedene kompositorische Ideen ableiten ließen, sondern auch das Wort selbst mit seinem Lautmaterial S-O-N-E-T-T. Außerdem sollte eine Aufführungsform gefunden werden, die den Raum in das Stück mit einbeziehen sollte. Aus diesen Ansätzen entwickelte sich eine Komposition, die erheblich von den Formen traditioneller Musik abwich. Neben kantablen Melodien wurden Geräusche, Effekte, Gesten und Bewegungen verarbeitet.

Außer einem Konzert mit einer anderen am Responseprojekt teilnehmenden Gruppe aus Grünberg wurde ein weiteres Konzert in der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt veranstaltet. Alle an Response beteiligten Schülergruppen präsentierten hier ihre Ergebnisse. Der Hessische Rundfunk hat außerdem diese Konzerte mitgeschnitten und eine einstündige Sendung produziert, in der auch die Komposition der Weidigschüler zu hören ist. Ein Mitschnitt dieser Sendung liegt uns vor.

Als Hauptträger von Response 98 sind der Hessische Rundfunk und das Hessische Kultusministerium zu nennen. Wesentliche Unterstützung wurde aber auch von dem Ensemble Modern, der Ensemble-Akademie, dem HeLP, der Musikhochschule und der Stadt Frankfurt gewährt. Dank an alle Beteiligten! [Gl]

 


Vorschau auf die Mitteilungen Nr. 4/1999

Das nächste Mitteilungsheft wird sich schwerpunktmäßig mit dem Schulprogramm beschäftigen, aber zusätzlich natürlich noch einige andere, ganz aktuelle Themen aufgreifen. [La]

 


Impressum:

Die Mitteilungen werden vom Schulleiter der Weidigschule herausgegeben. März 1999

Redaktion / Produktion: Reiner Laasch [La], Ilona Kaufmann [Kn]

Beiträge:

Martin Göbler [Gl], Dr. Friedemann Graubner [Gn], Ilona Kaufmann [Kn], Ulrike Krystek-Theissen [Ky], Reiner Laasch [La], Horst Rautmann [Ra], Gerhard Sann [Sa], Birgit Schmieden-Lührmann [Sm], Ludgera Schmitt [Sh], Dr. Ronald Smith [Si], Manfred Wink [Wk], Annette Zitzer [Zi]

Weidigschule (Gymnasium des Wetteraukreises)
Im Vogelsang 8,
35510 Butzbach

Tel.: 06033 91170,    Fax: 06033 911733
Diese Ausgabe der "Mitteilungen" ist in der reformierten Rechtschreibung verfasst!


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