Die Butzbacher Zeitung schreibt über die Weidigschule Butzbach

Neue Kunsträume der Weidigschule feierlich ihrer Bestimmung übergeben

Noch viel zu tun in Schule und Kommune / Acht Millionen flossen nach Butzbach / Ein Jahr Bauzeit


BUTZBACH. Der Schulchor der Jahrgänge sechs bis elf unter der Leitung von Annette von Malek-Podjaski stimmte musikalisch auf die Schlüsselübergabe für die neuen Kunsträume der Weidigschule ein (oben). - Die symbolische Schlüsselübergabe verbindet Schulträger, Schulgemeinde und Kommune, (v.l.) hier Bürgermeister Michael Merle, Schuldezernent Helmut Betschel-Pflügel, Landrat Joachim Arnold und Schulleiter Reiner Laasch (unten).
Text + Fotos: thg

BUTZBACH (thg). Acht Millionen Euro sind im Rahmen des Sonderinvestitionsprogramms Schule des Wetteraukreises nach Butzbach geflossen. Gestern nun wurde nach knapp einem Jahr Bauzeit ein 1,1-Millionen-Projekt am Weidiggymnasium feierlich seiner Bestimmung übergeben. Schulleiter Reiner Laasch, Landrat Joachim Arnold und Kreisschuldezernent Helmut Betschel-Pflügel sowie Bürgermeister Michael Merle gingen in ihren Festreden auf die Finanzierung und die zu künftigen Verpflichtungen ein, die daraus erwachsen.

Betschel-Pflügel betonte, dass die 58 Millionen Euro aus den Konjunkturprogrammen, die in das Sonderinvestitionsprogramm eingegangen sind. in den kommenden Jahren zurückgezahlt werden müssten.

Bürgermeister Merle sprach von einer Investition in die Zukunft. Die Tilgung sei "Teil eines Generationenvertrags". "Die Last liegt auf Euch", sagte er den Schülern. Laut Merle schafft die Stadt die Rahmenbedingungen für die Schulen, die "harte Standortfaktoren" seien. So habe die Sanierung des Schrenzerstadions rund eine Million Euro gekostet. Nun stünden die Mehrzweckhalle Nieder-Weisel als Neubau und die Sanierung des Hallenbads an. Gerade dies sei ein "großer Kraftakt" für die Stadt. Für die Schüler wäre es ein großes Minus, wenn sie in der Stadt nicht mehr schwimmen gehen könnten. Merle bedankte sich beim Kreis besonders für die großen Investitionen an Butzbacher Schulen. Die Stadt habe die Einrichtung der Schulsozialarbeit unterstützt. "Lebenslanges Lernen kann nur in gemeinsamer Anstrengung gelingen", sagte Merle angesichts von Ausbau und Umbau von Kindergärten.

Joachim Arnold und Helmut Betschel-Pflügel betonten die bedeutende Rolle von Kunst und Kultur für das allgemeine Lernen, was an der Weidigschule umgesetzt werde. Betschel-Pflügel hob die Betonung der Barrierefreiheit an der Schule und die Zweckmäßigkeit des Neubaus hervor. Dieser ersetzt den Pavillon aus dem Jahr 1978 und hat eine Grundrissfläche von 530 Quadratmetern. Drei Kunsträume, ein Klassenzimmer und ein Gruppenraum beherbergt der Eingeschossbau. Dank einer mobilen Trennwand ist es möglich, die einzelnen Räume zu einem einzigen großen zu verbinden, der dann unter anderem für Ausstellungen genutzt werden kann.

Hinzu kommen ein Gruppenraum und kleine Nebenräume. Darüber hinaus wurde bei der Planung auf die Energieeffizienz geachtet. Laut Betschel-Pflügel ein bedeutender Aspekt der Einsparung künftiger Kosten. Neben den Kosten von 1,1 Millionen Euro für das neue Gebäude hat der Kreis 280 000 Euro für die zugehörigen Außenanlagen aufgewendet, davon 35 000 Euro für den Zaun zum angrenzenden Wald. Baubeginn war im September 2009.

Schulleiter Laasch bedankte sich für die reibungslose Zusammenarbeit und die Planungen des kreiseigenen Gebäudewirtschaftsbetriebs. Man solle aber nicht den Eindruck gewinnen, es sei nun alles passier an der Schule. Man könne im Foyer in die Decken gucken, nachdem die Betonsanierung im obersten Geschoss ab geschlossen worden sei, müsse es nun in den anderen Stockwerken weitergehen. Und außen gibt es auch noch etwas zu tun. "Der Schulhof gleicht bei Regenwetter der Butzbacher Seenplatte." Laasch: "Wir können den Kreis noch nicht aus der Pflicht entlassen, für gute Lern- und Arbeitsbedingungen zu sorgen."

Zur symbolischen Schlüsselübergabe vor dem Gebäude, zu dem am Morgen Schüler den Weg mit blauen, über den Schulhof gespannten Bändern markiert hatten, präsentierten die Schüler auch Künstlerisches. Selbst gestaltete Masken und überdimensionierte Hüte trugen einige. Dazu kamen in den neuen Galerieräumen ausgehängte Bilder und eine Menge bunter Luftballons, die sich mit den zur Besichtigung durchlaufenden Menschen in den Räumen verteilten. Musikalisch umrahmten der Schulchor der Jahrgänge sechs bis elf unter der Leitung von Annette von Malek-Bodjaski sowie die Bläserklasse unter Alexander Fischer die Einweihungsfeier. Gudrun Salz als Fachleiterin Kunst und Fachlehrer Hans Hofmann hoben die Bedeutung des Baus für den Unterricht hervor.

(c) by Butzbacher Zeitung, 03.09.2010

 

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