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Unsere Schulbibliothek |
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Öffnungszeiten der Schulbibliothek
11.5.2012: 1.6.2012: Eine von vielen Neuerwerbungen:
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Kleist Literaturabend 2011 |
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Die Butzbacher Zeitung schreibt über die Weidigschule Butzbach Für Heinrich von Kleist war der Unfall in Butzbach ein Glücksfall Deutsch-Kurse der Weidigschule informieren in einer Ausstellung über sein Leben und Werk BUTZBACH (pm). Heinrich von Kleist, der sich am 21. November 1811 das Leben nahm, entkam in Butzbach nur knapp dem Tode bei einem schweren Kutschenunfall. Über Kleists Leben, seine Reisen, seine Werke und seinen ergreifenden Tod vor genau 200 Jahren ist in der Schulbibliothek der Weidigschule eine Ausstellung mit dem Titel "Erkenntnis und Irrtum" zu sehen. Sie wurde gestaltet von Deutsch-Kursen 11 und 12 zusammen mit der Bibliotheksleiterin Ulrike Krystek-Theissen. Ausgestellt sind Texte, Bilder und Bücher zu Kleists Frage nach der wahrhaftigen Erkenntnis sowie eine Szenerie des letzten Lebenstages Kleists mit seiner Lebensgefährtin Henriette Vogel. Auf seiner Reise im Frühjahr 1801 von Berlin aus machte der Dichter, der mit seiner Halbschwester Ulrike über Dresden, Göttingen, Frankfurt auf dem Weg nach Paris war, auch in Butzbach Station, wo die Pferde gewechselt wurden. In einem Brief aus Paris beschreibt er dieses Unglück als lebensbedrohlich und den glücklichen Ausgang als schicksalhafte Fügung: " … als mit einemmal ein Esel hinter uns ein so abscheuliches Geschrei erhob, dass wir wirklich grade so vernünftig sein mussten wie wir sind, um dabei nicht scheu zu werden. Die armen Pferde aber, die das Unglück haben, keine Vernunft zu besitzen, hoben sich hoch in die Höhe und gingen spornstreichs mit uns in vollem Karriere über das Steinpflaster der Stadt durch…. schon schlug der Wagen mit uns um, und wir stürzten“. Kleist musste daraufhin spontan in Butzbach übernachten, leider gibt es darüber laut Dr. Dieter Wolf keine Dokumente im Stadtarchiv, allerdings bezog sich schon Werner Meyrahn auf diese Briefstelle und veröffentlichte sie in den Butzbacher Geschichtsblättern (Nr.26. vom 16.4.1986). Kleist stellt sich danach die Frage nach dem Sinn des Lebens, wenn es durch so einen Unfall plötzlich zu Ende sein könnte: "Und an einem Eselsgeschrei hing ein Menschenleben? Darum also hätte ich gelebt?“ Die Frage, durch welche Zufälle und Schicksalsschläge der Mensch Opfer oder Handelnder seiner eigenen unergründlichen Lebenswege ist, wird der Dichter in den folgenden letzten zehn Jahren bis zu seinem Freitod immer wieder in seinen Werken zum Thema machen. So in "Michael Kohlhaas“, der Erzählung vom rechtsbesessenen Pferdehändler, auch in der rätselhaften Novelle "Die Marquise von O….“ oder in der Katastrophen-Geschichte "Das Erdbeben in Chili“ sowie im ruhmsüchtigen "Prinz Friedrich von Homburg“. Ab Mittwoch, dem 23.11. 11 wird die Ausstellung bereichert mit Leihgaben einer am Todestag endenden Ausstellung der Universität Heidelberg. Auf großen Tafeln werden Kleists Lebensstationen, Handschriften und Informationen zur Werkgeschichte gezeigt. Die Erweiterung der Ausstellung mit den Leihgaben aus Heidelberg wird ermöglicht durch die großzügige Unterstützung des Fördervereins der Weidigschule Butzbach. Am 8.12. werden fünf Deutschkurse der Weidigschule von einer der Ausstellungsmacherinnen aus Heidelberg durch die Exponate geführt. Die Ausstellung ist auch während des Weihnachtsbasars der Weidigschule am 25.11.11 von 15.00-17.00 Uhr zu sehen, wenn die Schulbibliothek als Lese-Café für interessierte Besucher geöffnet ist; bei Kaffee und Kuchen werden Einblicke in Kleists Leben und Werk geboten. Auch Kurz-Führungen stehen auf dem Programm. (c) by Butzbacher Zeitung, 21.11.2011
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Kleist Literaturabend 2011 |
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Die Butzbacher Zeitung schreibt über die Weidigschule Butzbach Unterscheidung von Schein und Sein Zum 200. Todestag von Heinrich von Kleist Literaturabend von Butzbacher Weidigschülern
BUTZBACH (pm). Anlässlich des 200. Todesjahres des Dichters Heinrich von Kleist (1777- 1811) fand am vergangenen Mittwoch in der Weidigschule eine Abendveranstaltung ganz im Zeichen seines Werkes, seines Lebens und Sterbens statt. Der Deutsch-Orientierungskurs der Stufe 11 und der Deutschgrundkurs der Stufe 12 gestalteten den Abend unter der Leitung der Deutschlehrerin und Leiterin der Schulbibliothek Ulrike Krystek-Theissen mit etlichen Referaten aller Schüler rund um Kleists Leben, seine Werke und seinen viel beachteten Tod. In den vergangenen Wochen lasen die Schüler der Stufe 11 die Novelle "Die Marquise von O....“ und die Schüler der Stufe 12 das Drama "Prinz Friedrich von Homburg“. Anhand dieser beiden Werke wurden in den vergangenen Wochen auch Kleists Lebensstationen und -krisen, seine vielen Reisen, von denen eine auch durch Butzbach führte, und viele andere interessante Fakten über ihn erörtert, analysiert und diskutiert. Die musikalische Untermalung aus der Zeit der Klassik und Romantik am Klavier z. B. mit der "Träumerei“ zum Traum-Thema, mit "Preußens Gloria“ zu Kleist Soldatenzeit und weiteren thematisch anknüpfenden Werken durch Torben Freitag, Laslo Sabisch und Florian Ilge gelang. Einige Requisiten wie ein Degen, ein Lorbeerkranz zeigten symbolisch die Bezüge auf zu Kleists Themen in seinem letzten Drama. Ebenso wurden seine Freundschaften und Liebesbeziehungen sowie seine Todesgefährtin Henriette Vogel gewürdigt und Kleists eigene Rolle als Angehöriger der preußischen Armee in den kriegerischen Auseinandersetzungen mit Napoleons Armee beleuchtet. In beiden Werken fällt Kleists Einstellung zum Gegensatz von Schein und Sein am meisten ins Auge. Ausgelöst durch seine Studien zu Immanuel Kants "Kritik der reinen Vernunft“ vertrat Kleist die Ansicht, dass dem Menschen vieles nur scheint, etwas zu sein, man jedoch nicht sicher sein kann, ob die eigene Wahrnehmung auch die der anderen Menschen ist: "Wenn alle Menschen statt der Augen grüne Gläser hätten, so würden sie urteilen müssen, die Gegenstände, welche sie dadurch erblicken, sind grün - und nie würden sie entscheiden können, ob ihr Auge ihnen die Dinge zeigt, wie sie sind, oder ob es nicht etwas zu ihnen hinzutut, was nicht ihnen, sondern dem Auge .So ist es mit dem Verstande. Wir können nicht entscheiden, ob das, was wir Wahrheit nennen, wahrhaft Wahrheit ist, oder ob es uns nur so scheint.“ Daraus folgt das Bestreben, genau hinzusehen und zu unterscheiden zwischen Schein und Sein. Insbesondere in den Werken "Die Marquise von O....“ und "Der Prinz von Homburg“- verlangt er auch von seinen Lesern nämlich ein genaues Hinterfragen der vermeintlichen Fakten und permanentes Mitdenken während des Lesens. Genau dies lässt einen als Leser allerdings auch sehr viel aus seinen Werken herauslesen. Nicht nur Kleists Schreibstil, seine für die damalige Zeit grundsätzlich andere Weltsicht und die Tatsache, sich nie mit etwas scheinbar Feststehenden abfinden zu können, ließen ihn auf andere Berühmtheiten seiner Zeit, wie beispielsweise Goethe suspekt wirken. Befreiung aus dieser ihn nicht verstehenden Welt fand er letztlich nur durch den am 21. November 1811 selbst verübten Freitod mit der seelenverwandten und todkranken Henriette Vogel. Näheres zur Kleist-Ausstellung in der Schulbibliothek der Weidigschule, Kleists biographischen Bezug zu Butzbach und zu weiteren Veranstaltungen der Weidigschule gibt es rund um den 21. November, Kleists Todestag, kündigten die Veranstalter an. (c) by Butzbacher Zeitung, 08.11.2011
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Weitere Fotos zu dieser Veranstaltung finder man hier.
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Vortrag über Kleists Leben und Werk mit den D-Kursen 11/12 Ky |
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Doktorandin Janina Reibold von der Uni Heidelberg beim Vortrag über Kleists Leben und Werk mit den Deutsch-Kursen 11/12 Ky. Im Hintergrund die von ihr mitgestalteten Wandbilder zur Lebens- und Werkgeschichte Heinrich von Kleists. |
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Texte zum Elternabend der Klassen 5 am 13.9.2011 |
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Bibliothekserkundung 2011 |
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Die Butzbacher Zeitung schreibt über die Weidigschule Butzbach Bibliothekserkundung in der Wanderwoche
BUTZBACH. Die Wanderwoche in Weidigschule bot auch den neuen Klassen 5 und den Jahrgängen 10 und 11 zum Eintritt in die Oberstufe die Gelegenheit, die Lese- und Arbeitsmöglichkeiten in der großen Schulbibliothek zu erkunden. Die neuen Klassen 5 lernten die vielen Jugendbücher zum Lesen und auch Jugendsachbücher kennen, die sie bald schon für ihre erste Präsentation nutzen können. Die Oberstufenschüler lernten die Nutzung der SB für Referate und Präsentationen kennen, mit denen sie in vielen Fächern ihre fachlichen Schwerpunkte vorstellen können. Viele Schüler waren erstaunt, dass jeder von zu Hause aus über die Homepage der Weidigschule (Schwerpunkte -Schulbibliothek - Online - Buchabfrage) in den Gesamtbestand von 15715 Medien Ein-sicht haben und sich unter 58478 Schlagworten Material für ihre Referate suchen und ausleihen könne. Sie werden dabei von den 20 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen beraten, die in der Wanderwoche neue Jugendbücher inventarisiert haben. (c) by Butzbacher Zeitung, 10.09.2011
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Lesetag 2011 |
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Die Butzbacher Zeitung schreibt über die Weidigschule Butzbach Tierisches Lesevergnügen
BUTZBACH. Auf der Schmetterlingslesewiese vor der Schulbibliothek der Weidigschule trafen sich am Freitagvormittag viele Schülerinnen und Schüler der Weidigschule, wo jede Menge Bücher mit "Tierischem Lesevergnügen" zum Schmökern einluden; grüne Teppiche, Sitzkissen, Pflanzen, Schmetterlinge mit Lesesprüchen - "Lesen heißt Denken" z.B. - und strahlender Sonnenschein machten den Schulhof vor der Bibliothek zum Wohlfühlort. Weitere attraktive Anziehungspunkte für die Klassen 5 bis 7 waren ein Vorführraum zur Geschichte des Comic, Kurzaufführungen in der Aula, Märchenratespiele und ein buntes Geflecht von Wäscheleinen in der Pausenhalle mit Hunderten von aufgehängten Büchertipps zu Lieblingsbüchern der Weidigschüler. Die mitwirkenden Klassen hatten tolle Ideen und die Schüler hatten Spaß mit Spielen und Texten. (c) by Butzbacher Zeitung, 09.05.2011 |
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Frühjahrsputz in der Schulbliothek: |
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Die Butzbacher Zeitung schreibt über die Weidigschule Butzbach Frühjahrsputz in der Schulbibliothek Jahresausflug am 17. Juni nach Heidelberg / Neue Mitarbeiterinnen werden gesucht
BUTZBACH (pi). Zum jährlichen Großeinsatz mit 11 Mitarbeiterinnen und fünf Staubsaugern blieb die Schulbibliothek am letzten Freitag für die Schüler und Lehrer geschlossen, die sonst täglich 6 Stunden geöffnet ist. Cirka 20.000 Medien, also Bücher, Zeitschriften sowie Schränke, Archivräume, Pflanzen, Fenster wurden gründlich und zügig gereinigt, abgesaugt und dabei in sieben Stunden aus- und eingeräumt. Unterstützt wurde der Arbeitseinsatz von strahlender Frühlingssonne, einem guten Frühstück und von der Vorfreude auf den anstehenden Jahresausflug nach Heidelberg am 17. Juni. Zu diesem Ausflug sind wie immer alle ehemaligen Mitarbeiterinnen - bitte umgehend anmelden! - der Schulbibliothek sehr herzlich eingeladen, die seit 14 Jahren besteht und unverzichtbarer Bestandteil des Schullebens ist. Wie man an der Putzaktion sehen kann, kommen alle gerne und sind hoch motiviert, weil es Freude macht, Schülern und Lehrern den Umgang mit den Büchern und Medien zu ermöglichen, wie dies nun auch das Methodencurriculum der Weidigschule vorsieht. Ab Mai werden neue Mitarbeiterinnen gesucht für 3 Stunden wöchentlich mittwochs; besonders Eltern aller Weidigschüler sind sehr willkommen für diese interessante und vielseitige Aufgabe, die nur einmal im Jahr ins Putzen ausartet, und auch dann nur freiwillig! Die Tätigkeit ist ehrenamtlich, das Arbeitsklima hervorragend, Computerkenntnisse sind erwünscht, aber nicht Bedingung. Alle Interessenten werden gebeten, sich in der Schulbibliothek der Weidigschule zu melden: 06033/ 911737 (8 - 13 Uhr) oder über Schulbibliothek.Weidigschule@gmx.de Die Schulbibliotheksleiterin Ulrike Krystek-Theissen und die Schulleitung danken allen Mitarbeiterinnen für den Großeinsatz, laden die Ehemaligen sehr herzlich ein zum Jahresausflug nach Heidelberg und freuen sich sehr über neue Eltern im Team. (c) by Butzbacher Zeitung, 28.03.2011 |
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Neu in der Schulbibliothek: |
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Neu in der Schulbibliothek: Bücherkarussell für die schnelle Auswahl - ein Präsentationsschmuckstück aus der JVA Rockenberg! Eine gute Tat für einen guten Zweck erfüllte die Schreinerei der JVA Rockenberg mit ihrem Leiter Herrn Boller und seinem Lehrling. Sie fertigten auf vielfachen Wunsch der Mitarbeiterinnen und nach den Vorstellungen der SB-Leiterin ein Präsentationskarusssell an, auf dem neue Bücher, aktuelle Themen und Bücher zu bestimmten Anlässen wie z.B. zum Lesetag ausgestellt werden können und schnell greifbar sind. Aus hochwertigem Holz, rund, mobil und mit vielen Fächern zieht das neue Stück sofort das Interesse der Schüler auf sich. Auch Auswahlvorschläge nehmen wir gern entgegen. Aktuell sind die Pompeji-Bücher im Bücherkarussell ausgestellt. Die Pompeji-Bücher sind für die Latein-Klassen, die Referate halten, für eine Woche ausleihbar!
Zur Finanzierung der Materialkosten, die der JVA selbstverständlich erstattet werden, freuen wir uns über Spenden. Wir danken Herrn Boller und seinem Mitarbeiter ganz herzlich und freuen uns sehr!! |
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Schnuppertag 2011 |
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Schnuppertag der Weidigschule. Hier einige Fotos aus der Schulbibliothek, die von vielen Eltern und Kindern interessiert und neugierig erkundet wurde! Einen Hafen ansteuern an der Weidigschule.....
Bei allen Mitarbeiterinnen der SB bedanken wir uns sehr herzlich auch im Namen der Schulleitung für die großzügigen Zeit- und Kuchenspenden! Ulrike Krystek-Theissen, Christine Clement |
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Aktuell: Das NEUE SB-Handbuch, 2. Auflage Februar 2010 ist erschienen! Das Praxis-Handbuch für die Schulbibliothek kann ab sofort bestellt werden. Es gibt auf 46 Seiten nützliche Hinweise für die Organisation und den täglichen SB-Betrieb, Buchaufnahme und Ausleihe und enthält alle Vorducke für die schulbibliothekarische Routine.
Bestellungen bitte direkt an: Leitung der
Bitte bestellen Sie formlos schriftlich – Stichwort "Handbuch“ genügt - und legen Sie einen 5–Euro-Schein und eine Briefmarke im Wert von 1,45 € bei. Der Versand erfolgt sofort nach Eingang der Bestellung. |
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Damit die Schulbibliothek auch über Mittag, vorerst donnerstags für die Klassen 5, geöffnet werden kann, braucht sie neue Mitarbeiter/innen. Alle Eltern, die 2-3 Stunden ehrenamtliche Wochenarbeitszeit in der SB verbringen möchten, werden gebeten, sich umgehend mit der Bibliotheksleitung in Verbindung zu setzen. Rufen Sie in der SB an - 06033/ 911737 -, hinterlassen Sie Ihre Telefonnummer dort oder im Schulsekretariat (06033/91170). Sie sollten Bücher lieben, gerne lesen und gerne mit Schülern und Lehrern zu tun haben! Wir freuen uns auf Sie - PC-Kenntnisse sind erwünscht, aber nicht Bedingung! |
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Die Butzbacher Zeitung schreibt über die Weidigschule Butzbach Nach 600 Jahren Heidelberger Bibliotheks-System aktuell Weidigschul-Team auf Exkursion / Blick auf historische Themen
BUTZBACH(pe). Im 14. Jahr des Bestehens der Schulbibliothek der Weidigschule kehrten die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen zu ihrem ersten Ausflugsziel zurück: nach Heidelberg. Dort besuchten die 24 ehemaligen und gegenwärtigen Bibliothekarinnen unter der Leitung von Ulrike Krystek-Theissen und Christine Clement die Universitätsbibliothek mit der Ausstellung zum 625. Jubiläum der Universität. Voll Bewunderung für Urkunden und Schriften aus dem 14. Jahrhundert studierten sie Texte und Bilder zur Geschichte des Hauses und der Universität. Erstaunt lasen sie, dass bereits 1420 das erste Inventarverzeichnis der Bestände (286 Titel) in einer Systematik angelegt wurde, deren Struktur heute noch in den Bestandskatalogen aller Bibliotheken, auch in der Weidigschule, verwendet wird. Nach einem ebenso bewundernden Blick in die gegenwärtige Ausleistelle der Unibibliothek, wo täglich zwischen 2000 und 3000 Bücher ausgeliehen werden, folgte ein gemütlicher Bummel durch Heidelbergs sonnendurchflutete und belebte Altstadt. Dort machten kleine Grüppchen so interessante Entdeckungen wie ein öffentliches Schachturnier des Weltmeisters Kasparow auf dem Platz der Heiliggeistkirche, die spontane Teilnahme an der Vernissage einer Kleist-Ausstellung und die Auffindung des Friedrich-Ebert-Geburtshauses mit Gedenkstätte und Ausstellung zum ersten Reichspräsidenten der Weimarer Republik. Es folgte eine Führung durch das Heidelberger Schloss, sh. Foto. Außerhalb der Stadt wurde der abwechslungsreiche Tag in einem Biergarten beschlossen. Unter vielen Themen wurde auch die Zukunft der Schulbibliothek nach dem bevorstehenden Weggang ihres "Gründervaters“ Rolf Reiner Laasch diskutiert, ebenso wie die Hoffnung auf Kontinuität und das Problem, Sponsoren für die kleinen, aber ständigen Ausgaben zum Betrieb der Schulbibliothek zu finden. Kontakt ist möglich per Mail unter Schulbibliothek.weidigschule@gmx.de. (c) by Butzbacher Zeitung, 22.06.2011 Ein Rundgang durch die neue Schulbibliothek
Die Butzbacher Zeitung schreibt über die Weidigschule Butzbach Schiller für alle - Ausstellung in Schulbibliothek des Gymnasiums Anlass ist der 250. Geburtstag / Aktionswoche "Deutschland liest. Treffpunkt Bibliothek"
BUTZBACH (pm). Mehr als nur erntefrische Dekoration sind die knackigen Äpfel in der Vitrine der Schulbibliothek der Weidigschule Butzbach. Sie dokumentieren einen Ausschnitt aus Goethes Tagebuch, der von einem Besuch bei Schiller berichtet: "Eine Luft, die Schillern angenehm war, drückte mich wie Gift. Einmal in seiner Abwesen-heit setzte ich mich an seinen Schreibtisch. Ich hatte aber nicht lange gesessen, als ich mich von einem heimlichen Übelbefinden überschlichen fühlte, welches sich nach und so steigerte, daß ich einer Ohnmacht nahe war. Endlich bemerkte ich, daß aus einer Schieblade neben mir ein fataler Geruch kam. Als ich sie öffnete, fand ich zu meinem Erstaunen, daß sie voll fauler Äpfel war. Frau von Schiller sagte mir, die Schublade müsse immer mit solchen Äpfeln gefüllt sein, indem dieser Geruch Schillern wohl tue und er ohne ihn nicht leben und nicht arbeiten könne." (Goethe-Tagebuch am 7. Oktober 1827) Äpfel aus Griedel und Fotos von Schillers privatem Nachlass liegen nun in der Vitrine der Schulbibliothek, einer Schublade nachempfunden, zusammen mit einigen Texten, Bildern und Büchern zur Freundschaft zwischen Schiller und Goethe. Im Mittelpunkt steht das neue Buch Rüdiger Safranskis über die "Geschichte einer Freundschaft: Goethe und Schiller." (Hanser Verlag 2009). Mit dieser Ausstellung reiht sich die Bibliothek der Weidigschule ein in die bundesweite Aktionswoche "Deutschland liest. Treffpunkt Bibliothek". Vom 6.-13. November 2009 unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler, wobei mehr als 4000 Projekte und Veranstaltungen im Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit stehen, davon 3305 innerhalb der Aktionswoche und 769 im Laufe des ganzen Monats, allein in Hessen 282. Auch die Ausstellung in der Weidigschule, gestaltet von der Bibliotheksleiterin Oberstudienrätin Ulrike Krystek-Theissen, ist im ganzen November zu sehen. Auf dem Büchertisch in der Schulbibliothek liegen viele der 192 Medien aus, die dort zum Stichwort "Schiller“ zu finden und auszuleihen sind. Neben der Ecke mit den Kinder- und Jugendbüchern liegen Werke Schillers für die Oberstufe, viel Sekundärliteratur, aber auch Bilderbücher und Unterrichtsanregungen für Lehrer zu allen Klassenstufen. Sie geben genug Material her für ein oder mehrere Unterrichtsstunden mit und über Schiller, wie es sich die Deutsch-Kollegen der Weidigschule für den November vorgenommen haben. Bei vielen gehört Schiller sowieso dazu, nicht nur in der Abiturleseliste mit "Maria Stuart" oder "Don Carlos", sondern auch mit Gedichten, Balladen, wortmächtigen Sturm- und Drangtexten, zur ästhetischen Erziehung, aber auch in schön gestalteten Kinderbüchern. Wurde der Begriff der Freiheit gerade in den letzten Wochen so oft für die jüngere Geschichte gepriesen, so erinnert das Gedenken an Schiller auch geschichtsbewusst daran, dass dieser der erste,sprachmächtigste und kompromissloseste Beschwörer der Freiheit in der deutschen Literatur ist. Selbst ein fast makabres Werk wie das Nachruf-Gedicht Goethes "Bei Betrachtung von Schillers Schädel“ 26 Jahre nach dessen Tod - auch dies in der Vitrine anzuschauen - hätte er selbst vermutlich nur kommentiert mit dem berühmten Satz aus „Maria Stuart“: "Man kann den Menschen nicht verwehren, zu denken, was sie wollen". Einen Blick in den Bestand der Schulbibliothek gewährt die Homepage der Weidigschule über den Link Schulbibliothek, Online-Buchabfrage, Recherche. Dort findet sich per Stichwortsuche nicht nur alles über Schiller, sondern der gesamte Bestand von mehr als 15000 Medien. (c) by Butzbacher Zeitung, 14.11.2009
Die Butzbacher Zeitung schreibt über die Weidigschule Butzbach Die Schulbibliothek des Weidig-Gymnasiums Ein Beitrag von Dr. Antje Syfuß
BUTZBACH. Die neue Schulbibliothek des Weidiggymnasiums ist mein Ziel an diesem besonderen Tag, an dem ich meine "alte" Schule besuche, wo ich mehr als 30 Jahre lang mit viel Freude unterrichtet habe. Ich möchte erfahren, wie sich Schüler, Lehrer, die Schulleitung und vor allem die Bibliotheksleiterin Oberstudienrätin Ulrike Krystek-Theissen und ihre 20 "Bibliotheksmütter" mit den neuen Gegebenheiten angefreundet haben.
Die Sonne strahlt an diesem Septembertag, und ich werde schon von Frau Krystek-Theissen erwartet. Die Tür steht weit offen, wir betreten den Neubau, der seit einigen Monaten für die Bibliothek und den Musikunterricht genutzt wird. Alles ist nun fertig installiert, keine Zäune, Baumaterialien und lose Kabel stören mehr. Mein Blick geht in den weiten, hohen Raum, der in hellem Blau und Gelb zum Verweilen einlädt. Gleich rechts die Theke zur Verwaltung der Bücher und Ausleihe, links einige Computer-Arbeitsplätze, um die sich einige Schüler und Schülerinnen drängen, und dann quer und an den Wänden Bücher, Bücher, Bücher, alle in neuen Regalen. 30 Schüler-Arbeitsplätze und eine gemütliche Leseecke sind im Moment nur wenig besetzt. Die große hintere Fensterfront lässt den Blick auf den Wald frei. Ich nutze die Gelegenheit zu Fragen. Dr. Syfuß: Und wohin führt die Tür neben den Fenstern? Frau Krystek-Theissen: Das ist die Fluchttür. Aber zum Wald hin soll noch ein Lesegarten angelegt werden, hoffentlich zum nächsten Sommer. Dr. S.: Stört die Musik aus den daneben liegenden Räumen nicht? Frau K.-T.: Nein, überhaupt nicht. Auch ich konnte mir das vorher kaum vorstellen. Es ist so, wie die Architekten es uns versprochen hatten: Die Schallisolierung ist perfekt, und kein Leser wird durch Musik abgelenkt, die er eigentlich nicht hören möchte. Zwischen der Bibliothek und den Musikräumen befinden sich Puffer-Räume, die als Magazin, Aufenthaltsraum für die Bibliotheksmütter u. ä. dienen. Dr. S: Ist die Einrichtung der Bibliothek nun abgeschlossen? Frau K.-T.: Ja, inzwischen sind alle Arbeiten beendet, alles ist installiert und jedes Buch und jedes Material ist an seinem Platz. Dr. S.: Ich denke mir, dass es viel Arbeit war, die Bücher aus der alten Bibliothek im Hauptgebäude hierher zu schaffen. Frau K.-T.: Ja, das war eine besondere Aktion. In einer langen Schülerkette wurde jedes einzelne Buch von Hand zu Hand hierher gereicht und gleich an den vorher festgelegten Platz gestellt. Innerhalb einer Woche war das geschafft, meist in Vertretungsstunden: 13548 Bücher für 1833 Leser und Leserinnen, die wir in unserer elektronischen Verwaltung erfasst haben.
Dr. S.: Und wenn jemand in dieser Fülle ein Buch zu einem bestimmten Thema sucht? Frau K.-T.: Dann kann er unter 18496 Schlagwörtern nachsehen, da sollte sich etwas finden lassen. Wir haben in diesem Jahr schon 4119 Ausleihen und werden wohl den Durchschnitt der letzten 10 Jahre (45811 Ausleihen) in diesem Jahr übertreffen. Diese breite Nutzung ist nur möglich mithilfe modernster EDV und natürlich durch Unterstützung durch die Bibliotheksmütter. Auch der Schulleiter Oberstudiendirektor Reiner Laasch ist froh darüber, dass diese Baustelle abgeschlossen ist und dass die neuen Räume im Schulalltag genutzt werden können. Ich frage ihn: Dr. S: Wie sind Sie mit der neuen Schulbibliothek zufrieden? Ich weiß ja aus "meiner" Zeit, dass sie Ihnen immer besonders wichtig war. Herr L.: Ich bin in hohem Maße damit zufrieden, dass wir das neue Gebäude haben und auch damit, wie die Bibliothek eingerichtet ist. Wenn Besucher in die Schule kommen, zeige ich ihnen immer die neue Schulbibliothek und erläutere ihnen voller Freude, wie sie funktioniert. Das geht nur mithilfe der Bibliotheksmütter, deren ehrenamtliche Arbeit sehr hoch anzusetzen ist. Dr. S.: Gibt es auch etwas Negatives aus Ihrer Sicht? Herr L.: Ja, schon in der Planung war zu erkennen, dass die Räumlichkeiten zu klein sind. Das trifft vor allem auf die Nebenräume zu, die für die technischen Arbeiten zu wenig Platz bieten. Aber insgesamt ist die Bibliothek im Bau sehr gut gelungen. Dafür ist auch die Schalldämmung ein gutes Beispiel. Dr. S.: Haben Sie noch weitere Pläne für diese Raumeinheit? Herr L.: Was noch aussteht, ist die Nutzung des Außengeländes zum Wald hin als Lesewiese. Das steht im Zusammenhang mit meinen Vorstellungen von der Gestaltung des gesamten Geländes in der Art eines Schulcampus. Unsere Schüler und Schülerinnen sollen sich ebenso wie unsere Lehrer und Lehrerinnen hier wohl fühlen. Der Alltag ist inzwischen in der Schulbibliothek eingekehrt. Ich treffe zwei von 20 Bibliotheksmüttern bei der Arbeit an. Ich freue mich, eine ehemalige Schülerin, Astrid Häuser-Otto, wieder zu sehen, die seit einem halben Jahr dabei ist und von der ich Einzelheiten erfahre. Dr. S.: Was hat Sie motiviert, hier mitzuarbeiten? Frau H.-O.: Ich habe inzwischen selber zwei Kinder hier auf dem Gymnasium und fühle mich der Schule verbunden. Ich finde diese Arbeit in der Bibliothek sehr wichtig und sinnvoll und lerne auch selber viel Neues. So mache ich demnächst eine ausführliche Schulung für das Litera-Programm zur Erfassung und Ausleihe der Bücher. Natürlich muss man auch die Zeit für diese Stunden haben. Von Frau Krystek-Theissen erfahre ich mehr: Frau K.-T.: Die Schulbibliothek ist an jedem Schulvormittag und auch Montag, Dienstag und Donnerstag mittags geöffnet. In der gesamten Zeit sind die Bibliotheksmütter, gelegentlich auch einmal ein Bibliotheksvater, jeweils zu zweit anwesend und achten auf den geordneten Ablauf. Da müssen viele Schüler und Schülerinnen noch viel lernen! Dr. S.: Wie funktioniert die Nachfolge der Mütter? Frau K.-T.: Bei allen sich ergebenden Gelegenheiten werbe ich für die Bibliothek, besonders bei der Einschulung der jeweils neuen Fünfer. Das ist mir sehr wichtig, weil ich so auch auf die Bedeutung unserer Bibliothek für die Leseförderung hinweisen kann, die ja besonders früh greifen soll. Dr. S.: Kennen die Mütter sich? Frau K.-T.: Ja, die meisten kennen sich inzwischen, weil sie viele Jahre dabeibleiben. Wir machen auch jedes Jahr eine gemeinsame Fahrt zu einem Ziel, das mit Büchern zu tun hat wie z. B. Heidelberg ("Manesse-Handschrift") und Gelnhausen (Grimmelshausen). Dr. S.: Die Mütter haben sich in Kursen in die Verwaltung eingearbeitet? Frau K.-T.: Ja, Herr Laasch fördert unsere Arbeit ja in jeder Hinsicht und besonders liegt ihm an der EDV-Schulung der Mütter. Ich könnte mir auch das Berufsbild eines "Schulbibliothekars/in" vorstellen mit dem besonderen Schwerpunkt auf der Hinführung von Schülern und Schülerinnen zum Lesen und dem Umgang mit Büchern und modernen Medien. Aber das ist Zukunftsmusik, und ich bin heute "meinen" Müttern, die sich so treu einsetzen, sehr dankbar. Bei uns funktioniert das nämlich vorbildlich! In der gemütlichen Leseecke sitzen auch heute einige Oberstufenschüler/innen. Sie sind schon lange in ihre Lektüre vertieft und geben mir bereitwillig Auskunft. Dr. S.: Was zieht Euch hierher? Christoph: Ich bin in der 13, und mein Stundenplan weist viele Freistunden auf. Da gehe ich gerne in diesen freundlichen, ruhigen Raum, um mich in Bücher zu vertiefen. Dr. S.: Nutzt Du auch die Computer? C.: Das eher weniger, weil man jeweils einen Auftrag von einem Fachlehrer und eine Zugangsberechtigung braucht. Ich habe meinen Computer zuhause, das ist für mich einfacher. Dr. S.: Fühlst Du Dich durch andere Nutzer gestört? C.: Mir gefällt es, dass man sich hier an Regeln halten muss und dass dies ein Ort der Ruhe ist. Ich denke, damit trifft Christoph einen Sachverhalt, der immer schon mit Büchern verbunden ist: Hier ist auch ein Ort der Muße, der inneren Auseinandersetzung in Gelassenheit. Ich erinnere mich z. B. gerne an die vielen Philosophiestunden in der "alten" Schulbibliothek, deren Atmosphäre uns half, sich im Nachdenken zu konzentrieren und uns zu großer Ernsthaftigkeit zu führen. Wieviel mehr trifft das wohl auf die neuen Räume zu! Ich frage meine frühere Fachkollegin Oberstudienrätin Natalie Chirollo nach ihrer Meinung zu Ort und Nutzung der Bibliothek und nach den neuen Räumen. Frau Ch.: Ich finde sie einladend. Das ist das Beste, was ich sagen kann. Sie sind sehr schön gestaltet und ich gehe gerne hierher. Ihre freundliche Atmosphäre regt mich zum Lesen und Arbeiten an. Dr. S.: Die SB wird also wirklich genutzt? Frau Ch.: Ja, und zwar natürlich für unterrichtliche Zwecke wie Einzelarbeitsaufträge, Kleingruppenarbeit und Recherchen. Ein besonderer Platz ist für so genannte Handapparate reserviert, wo ich Materialien zu einem Thema zusammenstellen kann, die direkt greifbar sind. Wir haben hier auch, wie schon in der alten Bibliothek, die geeigneten Räume für Ausstellungen und Präsentationen mit modernster Projektionstechnik, die aus dem Unterricht hervorgehen. Auch für außerunterrichtliche schulische Veranstaltungen wie Fachkonferenzen, Fortbildungen, Treffen zur Besprechung oder Nachbereitung der Italienfahrten im Rahmen des Comeniusprojekts gehe ich mit Vorliebe hierher. Dr. S.: Ich kann mir vorstellen, dass die Begeisterung auf die Schüler und Schülerinnen übergeht. Frau Ch.: Ich wünsche mir, dass die Schüler und Schülerinnen die Muße finden, hier zu stöbern und das zu finden, was sie weiter bringt. Herr Laasch erläutert schließlich im Gespräch einen Aspekt, der weit über den schulischen Alltag und die Bedeutung der Bibliothek für das Weidiggymnasium hinausführt: Dr. S.: Ich denke mir, dass die Weidigschulbibliothek auch Vorbildcharakter für andere Schulen hat. Wenn ich richtig informiert bin, sind Sie auf diesem Feld besonders aktiv? Herr L.: Ja, ich betreue 1000 Schulbibliotheken und Lehrmittelsammlungen in Hessen. Alle vier Wochen führe ich eine Fortbildung für die in diesem Bereich aktiven Lehrer und Lehrerinnen durch und zeige ihnen unsere Bibliothek. Für viele Kollegen und Kolleginnen ist sie ein Vorbild und sie ist Anstoß für eigene Gestaltungen. Dr. S.: Sie sind ja auch EDV-Fachmann. Herr L.: Darum mache ich die Fortbildungen für EDV mit modernsten Programmen für die Bücherverwaltung. Zu den Kursen sind auch unsere Bibliotheksmütter eingeladen. Dr. S.: Butzbach macht also Schule? Herr L.: Ja, Schulbibliotheken sind ein Thema. Und etwa 100 sind angestiftet durch Butzbach. Mir bleibt nur, darüber zu staunen, wie viele Leute sich für dieses schöne Projekt mit so viel Kraft und Ideen einsetzen. Kinder und Jugendliche werden hier an das Buch herangeführt; denn alle Bemühungen haben ja, über den alltäglichen Nutzen hinaus, ihren Sinn auch darin, ein Buch oder die Bücher zu finden, die dem Einzelnen etwas Wichtiges mitteilen und ihn manchmal sogar ein Leben lang begleiten. Dr. Antje Syfuß, ehemalige Weidigschullehrerin für Deutsch, Latein, Philosophie und auch Musik, Buchautorin (zuletzt: Nixenliebe. Wasserfrauen in der Literatur. Frankfurt a. M. 2006.) (c) by Butzbacher Zeitung, 17.10.2008
Die Butzbacher Zeitung schreibt über die Weidigschule Butzbach Neue Räume für Bücher und Musik Bibliotheksneubau des Weidiggymnasiums wurde eingeweiht/Gender-Mainstreaming-Projekt
BUTZBACH (pp). Leseratten und Musikfans kommen nun im Weidiggymnasium auf ihre Kosten. Dort weihte Schulbaudezernent Oswin Veith am Mittwoch die neue Bibliothek.mit Musikräumen ein, die in den vergangenen Monaten für rund 1,2 Millionen Euro entstanden ist. 90 Prozent der Kosten trägt das Förderprojekt Investitionsprogramm Zukunft, Bildung und Betreuung (IZBB) des Bundes, der die Gelder an die Antragsteller verteilt hat. Für den Rest der Finanzierung waren Land und Kreis zuständig.
Die Schule zeigte gleich, wie die Räume genutzt werden sollen. In beiden Musikräumen des neuen Pavillons spielte die Bläsergruppe der Jahrgangsstufe 6 "I'm alive" von Celine Dion und "Somethin` stupid" von Robin Williams/ Nicole Kidman, das neuformierte Ensemble der Schule präsentierte ein klassisches Rondo und "La Cucaracha". Auch in der Bibliothek gab es Musikalisches: Anna-Lena Müller aus der Jahrgangsstufe 10 sowie Franziska Meier (Jahrgangsstufe 13) und Victor Choblet (12) im Duett führten Kostproben aus dem mehrfach ausverkauften Schulmusical "Framed" auf. Alle erhielten dafür viel Applaus. Schulleiter Reiner Laasch begrüßte als Gäste die Bundestagsabgeordnete Nina Hauer, Landtagspräsident Norbert Kartmann, Veith, Bürgermeister Michael Merle, den Kreisbeigeordneten Bardo Bayer sowie Vertreter des Kreisbauamts, der bauausführenden Firmen, benachbarter Schulen, des Schulelternbeirats und des Schülerrats. Einen besonderen Gruß richtete er an die ehrenamtlichen Bibliotheksmütter, die hier Dienst versehen. In diesem Zusammenhang kritisierte Laasch:Zwar seien in der Bibliothek zwei bezahlte Leiterinnen und 20 Ehrenamtliche tätig, die für die rund 1650 Schüler zuständig sind, doch ein personelles Konzept seitens der zuständigen Stellen fehle. Pro Jahr müssten 22000 Stunden in ehrenamtlicher Arbeit geleistet werden, um die Bücherei am Laufen zu halten. "Diese Planung kann ich nicht nachvollziehen", so Laasch, der anregte, über die Vergabe des Ehrenamtspreises an die Bibliotheksmütter nachzudenken.
Kartmann ging auf diese Kritik mit einer Erklärung über das Zusammenwirken der einzelnen Stellen ein. Hier stießen verschiedene Haushaltsstellen aufeinander, ein Konzept sei auch in zehn Jahren nicht zu erwarten. Als Abiturient der Weidigschule des Jahrganges 1968 freue er sich aber für die Schule und die Schüler. Da die Bücherei noch keinen Namen gefunden habe, schlug er "Weidig-Bibliothek" vor. Mit dem Büchner-Gymnasium in Bad Vilbel bilde das Butzbacher Gymnasium die beiden Pole der deutschen Demokratiebewegung " an den beiden Wetterauer Enden der B3." Laasch dankte für die gemeinsame Planung und zügige Ausführung aller Beteiligten. Auch die Schule sei in die Planungen eingebunden worden. Mit einer Schülerkette habe man nach der Fertigstellung die rund 12000 Medieneinheiten in das neue Gebäude transportiert. Die Bibliothek biete vom inhaltlichen Konzept nicht nur Platz für ganze Klassen zur gemeinsamen Arbeit, sondern auch einen ständig erneuerten Sachbuchbereich, Internet-Plätze, eine Papierwerkstatt, eine Schmökerbibliothek mit Leseecke und einen Raum für audiovisuelle Medien und Geräte. „Endlich wissen wir, wo die Geräte sind. Sie verstauben nicht mehr in einem Lehrerschrank oder Spezialraum", so Laasch. Veith kündigte an, dass es sich bei der Bibliothek nicht um das letzte Bauprojekt am Butzbacher Gymnasium handele: Man müsse nun genau jene Mittel noch einmal in die Schulen stecken, die bereits zu Ende der 60er und Anfang der 70er Jahre hineingesteckt worden seien. "Durch Beton und Stahl haben sich die damaligen Bauherren Bauten für die Ewigkeit vorgestellt. Dem ist nicht so." Nicht nur rund 120 Millionen Euro des Schulbausonderprogramms, sondern noch einmal rund 90 Millionen Euro müssten anschließend in Brandschutz und weitere Sanierung gesteckt werden.
Hauer blickte auf ihre Tochter, die ebenfalls anwesend war, und bemerkte, dass die Eröffnung von Bibliotheken immer etwas Besonderes sei. "Es ist schön zu sehen, wenn die eigenen Kinder kapieren, wie Lesen funktioniert und ihr Leben lang, dabei bleiben." Auch als Symbol für mehr Zeit für berufstätige Mütter überreichte Hauer eine Uhr mit dem Logo des Ganztagsschulprogramms der Bundesregierung. Mit einem Scheck über 300 Euro schloss sich der Förderverein der Schule an. Dafür sollen neue Bücher angeschaut werden: Blumen und Kerzen für die Bibliotheksleiterinnen und die ehrenamtlichen Bibliotheksmütter gab es seitens des Schulelternbeirats. Die Bibliothek hat eine Größe von rund 200 Quadratmetern, die beiden Musikräume sind rund 170 Quadratmeter groß. Sie verfügt über ein Archiv und einen Außenbereich zum Lesen. Wie Veith erläuterte, war der Neubau im Hinblick auf die Umsetzung der Ganztagsbetreuung notwendig. Dies sei auch nötig gewesen, um das kulturelle Angebot der Schule zu erweitem. Die alte Bibliothek wird dafür in eine Mensa integriert: Die derzeitige Versorgung über einen Kiosk sei nicht ausreichend. Erstmals umgesetzt wurde ein Gender-Projekt an einer Schule. Dahinter verbirgt sich der Gedanke, die unterschiedlichen Interessen von weiblicher und männlicher Schülerschaft sowie des Lehrerkollegiums in das Projekt einfließen zu lassen. So wurden Ideen entwickelt, wie aus der grauen und dunklen Pausenhalle eine freundliche und multifunktional zu nutzende Mensa werden kann. Für das gesamte Bauprojekt sind rund 1,4 Millionen Euro eingeplant. Die Kosten für das Gender-Mainstreaming-Projekt werden mit rund 85 000 Euro beziffert. (c) by Butzbacher Zeitung, 02.05.2008 Einführungsveranstaltung für erweiterte Schulleitung und alle Fachsprecher mit SB-Torte am 28. April 2008:
Die Butzbacher Zeitung schreibt über die Weidigschule Butzbach In der neuen Schulbibliothek ...
... der Butzbacher Weidigschule lässt es sich gut arbeiten (Bild oben). In diesen Tagen zieht die Bibliothek mit ihren etwa 13000 Büchern vom Hauptgebäude in den Neubau um. Zuvor werden und wurden alleTitel zu Inventurzwecken eingescannt. Voraussichtlich Ende April findet die offizielle Inbetriebnahme der Schulbibliothek und der benachbarten Musikräume statt.
(c) by Butzbacher Zeitung, 17.04.2008
Bilder vom 18. Hessischen Schulbibliothekstag finden Sie hier.
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SCHULBIBLIOTHEK
DER WEIDIGSCHULE
BUTZBACH
2007

Grußwort
„Glücklich diejenigen, die im Praktischen gegründet sind und sich zu gründen wissen! Hier bedarfs aber einer ganz eigenen Doppelgabe!“
10 Jahre Praxis sind die Grundlage für ein Handbuch, das fast wie ein wissenschaftliches Werk aussieht! Man lasse sich nicht täuschen, dies ist ein Handbuch aus der Praxis für die Praxis und es resümiert sowohl zur Erfahrung konzentrierte Praxis, zur Effizienz veredelte Routine und einen zur Meisterschaft gereiften Dilettantismus!
Denn der „Dilettant“ – so auch Goethe – „ist ein Liebhaber, dem es darum zu tun ist, durch das Einzelne durchzukommen und einen Hochpunkt zu erreichen, von woher ihm eine Übersicht, wo nicht des Ganzen, doch des Meisten gelingen könnte.“
Besser lassen sich Motivation, Arbeitswillen und Engagement von 60 ehrenamtlichen Mitarbeitern - immer weibliche und männliche! – nicht beschreiben, die seit 10 Jahren ehrenamtlich eine zur Institution gereifte Einrichtung der Weidigschule beleben und am Leben erhalten. Die Schulbibliothek, anfangs in übermäßiger gemeinsamer Kraftanstrengung errichtet, wurde ein Ort glücklicher Gleichzeitigkeit von Arbeit und Freude, Verlässlichkeit und Improvisationstalent, Wissenschaftlichkeit und Kreativität, Ruhe und Kommunikation und zeigt dies durch täglich pulsierendes Leben in ihren Räumen. Dass dies nur mit hoch motivierten Menschen möglich ist, die ihre Antriebskraft aus der Sinnhaftigkeit ihres – unentgeltlichen! - Tuns und der Teilhabe am schulischen Leben schöpfen, ist vielleicht das Erfolgsrezept dieses Ehrenamts. Dessen Notwendigkeit wird erzwungen aus institutioneller und finanzieller Leere, da Schulbibliotheken und dazu nötiges Personal in Deutschland keine Pflichtthemen in der Schul- und Bildungspolitik sind.
Blüht das Ehrenamt an dieser Stelle und in Hessen besonders üppig, so ist dies doch das Verdienst einiger bildungsfreundlicher und schulnaher Institutionen, die wegweisend sind für „Dennoch-Schulbibliotheken“ in Deutschland. Dazu gehören seit 20 Jahren die LAG (Landesarbeitsgemeinschaft Hessischer Schulbibliotheken e.V.), wohlwollende Mitarbeiter beim HKM, schulnahe Vereine und die Elternschaft und an jeder Schule mit SB eine Schulleitung, die unterstützt und nicht behindert.
Alle Mitarbeiterinnen sind als „Liebhaber“ zu uns gekommen, durch das Einzelne durchgekommen und haben den Hochpunkt erreicht. Im Klartext: niemand ist als Bibliothekarin oder als Sekretärin angetreten, alle haben in ihrer Funktion und im selbst gewählten Arbeitsgebiet größtmögliche Meisterschaft erreicht und wollen diese nun weitergeben.
Dies ist eine Form der Verzinsung geistigen Kapitals, an die Goethe vielleicht nicht dachte mit seinen Worten: „Man fühlt sich beim Beschauen einer Bibliothek wie in der Gegenwart eines großen Kapitals, das geräuschlos unberechenbare Zinsen spendet.“
Die Nutznießer dieser Zinsen sind unsere Kinder und Schüler!
Mein Dank gilt erstens den Autorinnen, die die spontane Idee des Handbuchs für alle umgesetzt haben. Er gilt aber auch allen anderen Mitarbeiterinnen, die durch tägliche und jährliche Mitarbeit die Basis des ständigen Gelingens mit errichtet haben, die in diesem Handbuch ihren Ausdruck findet.
Dies ist kein Buch über das Schulbibliothekswesen. Alle Abläufe und Arbeitsfelder haben sich durch tägliche Routine und deren ständiger Verbesserung entwickelt und optimiert. Das ist ein kleines Wunder. Allen, die dies auch ermöglicht haben, möchte ich genauso danken: Sigrun Müller, der ersten und immer noch aktiven Mitarbeiterin, allen ihr nachfolgenden, besonders der aktuellen Besetzung und den fleißigen Autorinnen, meiner Kollegin Christine Clement, dem Schulleiter Reiner Laasch für Initialzündung und verlässliche Unterstützung in jeder Form, der LAG, den Vereinen der Schule.
Besonderer Dank gilt dem Förderverein der Weidigschule, der seit 10 Jahren auf unbürokratische und unverzichtbare Weise die SB und ihre Mitarbeiter unterstützt und dies mit der finanziellen Unterstützung des Drucks für dieses Handbuch sichtbar macht.
Allen, die dieses Buch zur Hand nehmen, wünsche ich gleichen Geist und solches Gelingen:
„Der Geist, aus dem wir handeln, ist das Höchste!“
Ulrike Krystek-Theissen, Leitung der Schulbibliothek, Weidigschule Butzbach Februar 2007
(Alle Zitate von J.W. v. Goethe: Lexikon der Goethe-Zitate dtv 1995)
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